Bettwäsche waschen – Anleitung für perfekte Reinigung

So wird Bettwäsche richtig gewaschen

Im Grunde ist Bettwäsche waschen alles andere als schwierig. Es gilt lediglich wie bei Kleidungsstücken darauf zu achten aus welcher Materialart die Wäsche besteht. Des Weiteren spielt aber ebenfalls die Bettwäschefarbe eine wichtige Rolle. Auch diese besitzt Einfluss auf die maximale Waschtemperatur der Wäsche.

Welche Waschtemperatur eignet sich für Bettwäsche?

Zu früheren Zeiten war es weitaus einfacher Bettwäsche richtig zu waschen. Schließlich war Bettwäsche damals meist schlicht Weiß gehalten und wurde lediglich aus reiner Baumwolle hergestellt. Demnach konnte diese Wäsche problemlos in der Kochwäsche ihren Platz finden und sogar gebleicht werden, um Grauschleier zu meiden und sämtliche Keime den Garaus zu machen.

Heutzutage ist das Waschen von Bettwäsche etwas komplizierter, denn inzwischen findet sich diese Wäsche aus den unterschiedlichsten Materialarten auf dem Markt. So gibt es Textilien, die zwar auch heute noch in der Kochwäsche ihren Platz finden, aber ebenso finden sich auch viele Materialien, die lediglich bei geringen Temperaturen gesäubert werden dürfen.

Folgende Materialarten dürfen bei folgenden Temperaturen in der Waschmaschine gereinigt werden:

  1. Bettwäsche aus reiner Baumwolle

  • Weiße Bettwäsche aus reiner Baumwolle darf bei rund 95 Grad Celsius in der Waschmaschine gereinigt werden. Handelt es sich hingegen um bunte Bettwäsche aus diesem Naturmaterial beträgt die maximale Waschtemperatur 60 Grad Celsius.
  1. Bettwäsche aus Biber, Frottee und Linon

  • Weiße Biber-, Frottee- und Linonbettwäsche darf ebenfalls bei 95 Grad Celsius gewaschen werden, während bunte Wäsche aus diesen Materialien bei 60 Grad Celsius gereinigt werden sollte.
  1. Bettwäsche aus Maco-Satin und Seerzucker

  • Bettwäsche aus Maco-Satin, sowie aus Seerzucker darf lediglich bei maximal 40 Grad Celsius gewaschen werden.
  1. Bettwäsche aus Satin

  • Satin ist ein Baumwoll-Kunstfaser-Gemisch und demnach darf diese Bettwäsche ebenfalls bei maximal 40 Grad Celsius gereinigt werden.
  1. Bettwäsche aus Jersey mit Seidenanteil

  • Jersey mit einem Seidenanteil ist hingegen ein Baumwoll-Seiden-Gemisch und demnach darf eine solche Bettwäsche nur bei 30 Grad Celsius vom Schmutz befreit werden.
  1. Bettwäsche aus reiner Seide, sowie aus reinen Kunstfasern

  • Bei maximal 30 Grad Celsius gilt es Bettwäsche aus reinem Satin zu waschen. Reine Kunstfasern halten dagegen eine Wassertemperatur von maximal 40 Grad Celsius aus.

Neben den oben genannten Materialarten gibt es auch noch Bettwäsche aus weiteren Materialien, sowie aus Fasermixen. Die angegebenen Werte dienen lediglich als Richtwerte. Bevor Sie Ihre Bettwäsche waschen, ist es dennoch stets empfehlenswert einen Blick auf das Etikett zu werfen. Bestehen Zweifel, gilt es die Bettwäsche stets bei niedrigen Temperaturen in der Maschine zu reinigen.


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Video: Bettwäsche waschen – So geht es richtig!

Welche Waschtipps gelten für weiße Bettwäsche?

Nicht nur allein die Materialart entscheidet über die Waschtemperatur. Ebenso bedeutend ist auch die Farbe der Bettwäsche. Weiße Bettwäsche darf meist immer heißer gewaschen werden, als bunte Textilien. Je nach dem aus welcher Materialart die Bettbezüge bestehen, sind Temperaturen von bis zu 95 Grad Celsius erlaubt. Ist das Etikett der Wäsche unleserlich, gilt es allerdings eine niedrigere Temperatur zu wählen, denn nicht immer ist weiße Bettwäsche gleich kochfest.

Wer regelmäßig in kurzen Abständen seine Bettwäsche wechselt, kann diese auch nur bei 40 Grad Celsius reinigen. Um trotzdem für eine hygienische Sauberkeit zu sorgen empfiehlt es sich zusätzlich einen Hygienespüler mit zu verwenden. Im Gleichklang ist es ebenfalls sinnvoll ein Bleichmittel bei weißer Bettwäsche einzusetzen. Dieses verhindert die Entstehung eines Grauschleiers. Viele Waschmittel, die speziell für weiße Textilien hergestellt wurden, enthalten ein solches schon.

40 Grad Celsius reichen bei normalen Verunreinigungen meist gänzlich aus. Ist die Bettwäsche hingegen stark verschmutzt, sollte diese mindestens bei 60 Grad Celsius in der Waschmaschine gesäubert werden.

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Warum darf bunte Bettwäsche nicht zu heiß gewaschen werden?

Bunte, farbenfrohe Bettwäsche soll  natürlich langanhaltend ihre leuchtenden Farben behalten. Damit die Farben demnach nicht so schnell verblassen, gilt es diese Bettwäsche nicht zu heiß zu waschen. In der Regel reicht es somit aus bunter Bettwäsche bei maximal 40 Grad Celsius in der Waschmaschine zu reinigen.

Sowohl die Stofffasern, als auch die Farben werden auf diese Weise geschont. Ist die bunte Bettwäsche hingegen stärker verschmutzt, empfiehlt sich ein Waschgang mit 60 Grad Celsius. Höhere Temperaturen gilt es aber nicht zu wählen. Es ist in diesem Fall besser zusätzlich auf ein Desinfektionsmittel zu setzen.

Damit Farben und Muster länger auf der Bettwäsche erhalten bleiben, gilt es außerdem die Bettwäsche vor dem Waschen auf links zu drehen. Außerdem ist es ratsam Buntwäsche vorab nach Farben zu sortieren, um Verfärbungen zu verhindern.

Fazit: Das Bettwäsche waschen ist eigentlich so einfach, wie das Waschen von anderen Textilien. Passend zur Farbe, sowie zur Materialart gilt es auch hier die richtige Temperatur zu wählen. Es ist ratsam Bettwäsche nicht heißer zu waschen, als nötig. Leichte Verunreinigungen lassen sich ebenso bei niedrigeren Temperaturen erfolgreich entfernen. Wer dennoch für eine Keimfreiheit sorgen möchte, kann dies auch mit Hygienespülern in die Wege leiten. Auf diese Weise muss die Bettwäsche nicht zwingend in die Kochwäsche gegeben werden und Farben, wie Textilfarben werden geschont. Weiße Bettwäsche hingegen verträgt meist höhere Temperaturen, als Buntwäsche. Schließlich muss  hier nicht darauf geachtet werden, dass Farben und Muster eventuell verblassen könnten.

Bettwäsche waschen – Anleitung für perfekte Reinigung
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Robert Milan

Der Autor - Seit 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Lebensweise. Wenn er nicht mit seinem Wohnmobil unterwegs ist zählen Fotografieren und Fitnesstraining zu seinen Hobby's.

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