Gründe für Einschlafprobleme

Was sind die häufigsten Ursachen und Symptome für Schlafstörungen?

Einschlafprobleme – Wer kennt sie nicht. Vielen Menschen graut es jeden Abend davor ins Bett zu gehen. Obwohl sie todmüde sind, finden sie einfach nicht in den wohlverdienten Schlaf. Über Stunden wälzen sich da zahlreiche Betroffene in ihren Federn hin und her und kommen dennoch nicht zur Ruhe. Die häufigsten Gründe für Einschlafstörungen sind nach, wie vor psychische Probleme. Welche Ursachen das genau sind und was Betroffene gegen ihre Störungen tun können, sagen wir hier.

Wann sprechen Experten von Einschlafstörungen?

In der Regel wird von einem Einschlafproblem gesprochen, wenn ein Erwachsener im mittleren Alter länger als eine halbe Stunde benötigt, um einzuschlafen. Dieses Problem muss dann zudem über einem Monat bestehen bleiben und gleich mehrmals wöchentlich auftreten und schon sprechend Experten hier von Einschlafstörungen, die Betroffene ernst nehmen sollten.

Zu den häufigsten Gründen von Einschlafproblemen zählen Sorgen und zu viel Grübeln

Stress, Sorgen, Konflikte, Probleme die nicht bewältigt werden können oder auch anderweitige Belastungen nehmen viele Menschen heutzutage am Abend mit ins Schlafzimmer, so dass diese vom Einschlafen abhalten. So lässt sich zwar die Beleuchtung ausschalten, leider funktioniert dies aber nicht so einfach mit dem Gehirn. So dass sorgenvolle Gedanken, sowie Grübeleien vielen Menschen den Schlaf rauben. Wer im Bett grübelt, fühlt sich angespannt, unruhig und findet einfach nicht die nötige Ruhe, um ins Land der Träume zu gelangen.

Geht Natascha abends ins Bett, fällt es hier schwer einfach ihre Gedanken abzuschalten und zu schlafen. Fast eine Stunde liegt sie allabendlich wach in den Federn und findet nur schwer in den Schlaf. Ist die dann endlich eingeschlafen, ist dieser Schlaf eher unruhig und kaum mit einer erholsamen Nachtruhe zu vergleichen.

Jeden Abend beschäftigen Natascha kurz vor dem Einschlafen allzu viele Gedanken: Der Streit mit dem Chef, die unerwarteten hohen Stromkosten, die Gesundheitsprobleme ihres Vaters und di schlechten Noten ihrer Tochter samt der Schlafstörungen und der Angst am nächsten Morgen wieder unausgeschlafen nicht die geforderten Leistungen im Büro erbringen zu können, werden zum Teufelskreis. Am Morgen wacht Natascha auch wie vermutet wieder völlig gerädert auf, im Job fällt es ihr schwer konzentriert zu arbeiten und läuft mal wieder was schief und nicht wie geplant, liegen die Nerven gleich wieder blank.

Kommt es jeden Abend zu Einschlafproblemen fangen Betroffene sich an Sorgen darüber zu machen, dass sie am nächsten Morgen wieder unausgeschlafen ihr Tagewerk verrichten müssen. Schließlich ist der Leistungsabfall bereits vorprogrammiert, so dass viele Menschen mit Einschlafstörungen all abendlich ihre Angst mit ins Bett nehmen. Nervös und voller Unruhe warten die Betroffenen auf den so dringend benötigten Schlaf und schauen alle paar Minuten auf den Wecker. Wo sie dann feststellen, dass dieser in absehbarer Zeit schon wieder Alarm schlagen wird, wenn sie nicht bald einschlafen. Einschlafen fördern, funktioniert anders.

Video: Einschlafen in nur 30 Sekunden

Weitere Ursachen für Einschlafprobleme

Zudem gibt es aber auch noch die Menschen, die bereits so lange mit Einschlafstörungen zu kämpfen haben, dass diese ihr Problem gar nicht mehr bemerken. Es gibt viele Patienten, die über Jahre hinweg mit einer beruflichen Überbelastung zu kämpfen haben. Diese wundern sich nicht selten, wenn der Mediziner plötzlich von Schlafstörungen spricht.

In der Freizeit abschalten, fällt vielen Menschen schwer und besonders Führungskräfte nehmen ihre Arbeit und die damit verbundenen Probleme gerne mit nach Hause und sogar mit ins Bett. Anstatt sich in ihrem Schlafgemach wohlzufühlen und sich zu entspannen, sind viele Betroffene eher nervös, aufgedreht und beschäftigen sich noch kurz vor dem Schlafen mit dem kommenden Arbeitstag.

Versagungsängste und ähnliche psychische Belastungen beschäftigen in der heutigen Zeit immer mehr Menschen und das nicht nur am Tage, sondern auch am Abend und in der Nacht. Die Folgen sind dann oftmals Schlafstörungen. Von vielen werden sie gar nicht als solche wahrgenommen.

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Körperliche Gründe für Einschlafprobleme

Keineswegs können aber nur allein psychische Störungen für Einschlafprobleme sorgen, denn manche Menschen finden nicht in den Schlaf, weil körperliche Ursachen sie von der wohlverdienten Nachtruhe abhalten. Muskelzucken, Juckreiz, Kribbeln, Bewegungsdrang oder gar Schmerzen können ebenfalls Gründe für Probleme beim Einschlafen sein. Zudem leiden einige Betroffene auch an einer organischen Krankheit, die sie vom Schlafen abhält.

Aus diesem Grund, ist es immer ratsam bei Ein,- wie Durchschlafstörungen einen Mediziner aufzusuchen. Ein Arzt kann herausfinden, ob das Schlafproblem mit einer organischen Krankheit zusammenhängt. Manchmal sind es auch die regelmäßig angewendeten Arzneimittel, die hier Schlafstörungen erzeugen. Ein Blick auf den Beipackzettel kann helfen, die Ursache für das Problem zu finden.

Prüfen Sie Ihre rezeptfreien Arzneien auf Nebenwirkungen

So können auch Arzneien ohne Rezept, wie Appetithemmer, Grippe- oder Aufputschmittel dafür verantwortlich sein, dass Einschlafstörungen vorliegen. Unter Umständen gehen aber viele Betroffene auch einfach viel zu früh schlafen, so dass sie jeden Abend so lange wach liegen, weil sie noch gar nicht die nötige Bettschwere erreicht haben. Ein jeder Mensch besitzt hier einen anderen inneren Rhythmus und nur, weil die Ehefrau bereits um 20 Uhr todmüde ins Bett fällt, muss dies beim Gatten noch lange nicht so sein.

Außerdem können natürlich ebenso andere Störfaktoren vorliegen, die beim Ein-, wie Durchschlafen stören. Die alte, durchgelegene Matratze kann hier genauso schuld sein. Ebenso wie der ständige Straßenlärm oder das nervige Schnarchen des Partners. Hinzu kommt, dass Einschlafstörungen die ersten Anzeichen für eine Depression sein können.

Lesetipp: Einschlafhilfen bei Schlafstörungen

Vor allem mit dem Älterwerden kämpfen immer mehr Menschen mit Problemen beim Einschlafen. In diesem Fall haben die Schlafstörungen aber meist nichts mit einer Krankheit zu tun. Zahlreiche Senioren sind am Tage einfach zu wenig aktiv, um am Abend die nötige Bettschwere zu erhalten. Wie zu arbeitsreichen Zeiten begeben sich dann viele ältere Personen viel zu früh in ihr Schlafgemach und haben dann natürlich mit Einschlafproblemen zu kämpfen, während sie früher regelrecht sofort in einen tiefen Schlaf gefallen sind.

Fazit: Die Gründe für Einschlafprobleme sind sehr vielfältig. In den meisten Fällen sind es allerdings psychische Probleme, die Betroffene von ihrer wohlverdienten Nachtruhe abhalten. Stress, Konflikte, Sorgen und ähnliches nehmen viele Menschen allabendlich mit ins Bett und leider lässt sich das Gedankenkarussell nicht so einfach ausschalten, wie die Nachttischlampe. In einigen Fällen können aber ebenso Medikamente, körperliche Krankheiten oder schlichtweg die Geräuschkulisse im Schlafzimmer den Menschen am Einschlafen hindern.

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