Einschlafstörungen

Müde aber kann nicht schlafen - Was tun?

Müde und trotzdem Einschlafstörungen, wie kommt das? Die heutige Welt hat die klare Grenze zwischen Tag und Nacht verwischt, denn inzwischen nutzt die moderne Gesellschaft grelles Licht, um die Nacht in den Schatten zu stellen, und Aufputschmittel, um länger durchzuhalten. Dass unsere innere Uhr, die unter den normalen Umständen durch die Sonne gesteuert wird, gestört ist, ist nicht verwunderlich. Genau das, programmiert diverse Schlafstörungen vor.

In der Vergangenheit wurden unsere Vorfahren aufgrund des Stresses wachgehalten, denn wer sich in der Dunkelheit verteidigen konnte, überlebte. Heute gibt es derartige Gefahren nicht. Auch wenn noch einige Urinstinkte noch in uns schlummern, so liegen die Ursachen für Schlafstörungen heute meist in der psychischen Natur. Der erste Schritt gegen die Schlafstörung ist den persönlichen Schlafstörer herauszufinden. Wer also den Ursachen aktiv nachgeht, kann schon bald zur erholsamen Nachtruhe zurückfinden.

Folgende Fragen zum Thema Einschlafstörungen wollen wir in diesem Beitrag beantworten
  • Einschlafstörungen – Was kann ich tun?
  • Was tun bei nervösen Einschlafstörungen?
  • Einschlafstörungen – Wann zum Arzt?

Behandlung bei Einschlafstörungen

Jeder weiß, dass die komplette Natur nach vorgeschriebenen Rhythmen lebt. Kommt man aus dem Takt, steht man vor einem Problem. Daher ist es sinnvoll, zurück zu der natürlichen Schwingung zurückzukehren. Dies erreicht man am besten über die natürlichen Reize wie Licht, Bewegung und Temperatur.

Zudem darf man nicht vergessen, dass es zahlreiche Ursachen für Schlafstörungen gibt. Daher werden bei dem Katalog der Maßnahmen gegen die Schlafstörungen sowohl Körper, Psyche wie auch die Umwelt berücksichtigt.

Eine Alternative bilden auch pflanzliche Arzneimitteln. Ihr Vorteil liegt darin, dass sie der natürlichen Schlafarchitektur nicht stören, machen nicht süchtig und haben auch keine narkotischen Effekte. Mit diesem Wissen helfen sie sogar besser als so manch eine Schlaftablette. Man wählt die passende Heilpflanze nach dem Aspekt des Schlafens, welcher verbessert werden soll.

Video: Einschlafstörungen Ursachen und Hilfe

Heilpflanzen bei Einschlafstörungen

Wer unter leichten Einschlafstörungen leidet, für den ist eine Behandlung mit Präparaten auf pflanzlicher Basis geeignet. Während Durchschlafstörungen eher weniger darauf reagieren.

Gegen Einschlafstörungen helfen am besten Präparate mit Hopfen und Baldrian. Melisse und Lavendel im Vergleich haben eine schwächere Wirkung. Meist werden unterschiedliche Extrakte gegen Schlafstörungen in den Präparaten gemischt. Dabei eignet sich die Passionsblume als Kombinationspartner besonders gut. Jedoch wurde inzwischen herausgefunden, dass insbesondere empfindliche Menschen Präparate nur mit einem Pflanzenextrakt vertragen können.

Wenn Sie sich für die Anwendung bei Einschlafproblemen entscheiden, achten Sie darauf, dass die Dosierung ausreichend und regelmäßig eingenommen wird. Wer Baldrian zu sich nimmt, muss etwa zwischen 400 und 600 mg Trockenextrakt aufnehmen. Die Menge wird über den ganzen Tag hinweg verteilt. Die Hälfte der Dosis sollte jedoch etwa 30 Minuten vor dem Schlafen eingenommen werden. Hinzukommt, dass Baldrian beim Durchschlafen hilft.

Besonders sanft wirken Schlaftees mit Hopfenzapfen, Baldrianwurzel, Melissenblätter, Pomeranzenschalen, Pfefferminze, Passionsblumenkraut, Johanniskraut oder Lavendelblüten.

Schlaflos dank der Depressionen

Wenn Ihre Schlafstörung zusätzlich mit depressiver Komponente begleitet wird, greifen Sie auf Johanniskraut respektive auf ein Kombinationsprodukt mit diesem zurück.

Wer Depressionen mit sich rumschleppt, leidet leider auch unter Schlafstörungen. Depressive Menschen weisen einen Mangel an dem Glückshormon Serotonin, gleichzeitig auch zu wenig von dem Schlafhormon Melatonin. Um diese Problemchen zu beseitigen, soll die afrikanische Schwarzbohne Griffonia helfen.

Angst lässt nicht schlafen

Bis zum Jahre 2007 wurde Kava-Kava sowohl gegen Angst, Spannungs- und Erregungszustände sowie Schlafstörungen, Depressionen und psychosomatische Beschwerden eingenommen.

Die Wirkung der Heilpflanze wurde hinreichend belegt. Jedoch wurde die Zulassung der Pflanze 2007 vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) widerrufen. Inzwischen gibt es so einige Gründe, weswegen die vergangene Entscheidung revidiert werden sollte, doch bis es soweit ist, kann man bei Angststörungen, die zu Schlaflosigkeit führen, auf Johanniskraut zurückgreifen.

Erkältung als Ursache für Einschlafstörung

Sollten Sie erkältet sein oder an einer fieberhaften Erkrankung mit Schmerzen und Entzündungen leiden, so haben Präparate mit Weidenrinde und Mädesüß ähnliche Wirkung wie Aspirin und fördern zudem auch den Schlaf. Auch Fieberklee und Lindenblüten gelten als gute Alternativen. Wem homöopathische Mittel lieber sind, greift auf Präparate mit Eisenhut zurück.

Wer sich für die natürlichen Heilpflanzen entscheidet, sollte darüber im Klaren sein, dass die Wirkung dieser sich nicht sofort entfaltet, sondern erst, wenn die entsprechenden Präparate durchgehend zwei Wochen eingenommen worden sind. Um beste Ergebnisse zu erzielen, sollten diese auch tagsüber eingenommen werden.

Tipps für den Alltag

Schlafstörungen sind meist ein Symptom dafür, dass etwas gegen Ihren natürlichen Rhythmus spricht. Sofern die Ursachen nicht gravierender Natur, wie posttraumatische Folgen aufgrund eines heftigen Unfalls, sind, kann man aktiv gegen Schlafstörungen angehen, um die Schlafautomatismen wiedereinzustellen.

Neben der Erforschung der Ursachen für die diversen Schlafstörungen, sollte man grundsätzlich auf die Dunkelheit, Ruhe, Bequemlichkeit, Kühle, das körpergerechte Bett sowie die Kissen und am besten natürliches Bettzeug aus atmungsaktivem Material verwenden.

Tipps für den Alltag im Überblick

  • Trotz einer Tagesmüdigkeit, tagsüber auf keinen Fall schlafen.
  • Reizstoffe wie Koffein, Nikotin und Alkohol weglassen, damit sichern Sie sich den Durchschlaf.
  • Schlafstörungen lassen sich durch den natürlichen Feind Bewegung vertreiben.
  • Vor dem Schlafengehen sollte der hektische Tag ruhig ausklingen, sprich keiner körperlichen Aktivität nachgehen und sich keinem seelischen Stress aussetzen.
  • Führen Sie für sich gewisse Rituale ein. Bevor Sie zu Bett gehen, trinken Sie etwas Tee, hören Sie entspannte Musik oder lesen Sie ein Buch. Tun Sie etwas, um dem Körper das Umschalten auf Nachtruhe zu erleichtern.
  • Das Abendessen sollte leicht gestaltet werden, also keine fettreiche und schwer verdauliche Nahrung zu sich nehmen.
  • Störfaktoren wie Licht, Lärm und Elektrogeräte sollten ausgeschaltet und beseitigt werden.
  • Grundsätzlich gehören Fernseher sowie Radio nicht ins Schlafzimmer.
  • Das Zimmer, in dem Sie schlafen, sollte eher kühl sein. Lüften Sie es daher gründlich vor dem Schlafengehen.
  • Denken Sie daran, dass man Schlaf nicht erzwingen kann, daher setzen Sie sich nicht unter Druck, ansonsten klappt es nicht mit dem Schlafen.

Sämtliche Tipps auf einmal umzusetzen wird schwierig werden, wenn Sie jedoch auf einigen Ebenen Kleinigkeiten ändern, so holen Sie sich Ihren Schlaf zurück.

Alkohol nicht unterschätzen

So manch einer mag vor dem Schlafengehen einen kleinen Schlummertrunk zu sich zu nehmen, welcher zwar beim Einschlafen relativ gut hilft, jedoch ist der Schlaf an sich nicht erholsam, sondern narkotisch. Sobald der Alkohol im Körper abgebaut ist, wacht man auf und kann nicht wieder ruhig einschlafen.

Aufgrund des so entstandenen Schlafmangels ist man am nächsten Tag wenig erholt. Alkohol ist daher keine Alternative, um einzuschlafen, sondern die Ursache für Schlafstörungen. Zudem ist dieser auf Dauer für Ihre Gesundheit schädlich.

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