Kinderbettmatratzen – Ratgeber und Test

Gilt es erstmalig eine Kinderbettmatratze zu kaufen, sind viele Eltern von dem großen, wie unübersichtlichen Angebot erstmal überrascht. Auf dem zweiten Blick macht sich dann meist schnell Frustration breit, denn so einfach ist es gar nicht die richtig Matratze für seinen Nachwuchs zu finden. Viele fragen sich jetzt, auf was muss ich beim Kinderbettmatratze kaufen achten? Was ist dran an den verlockenden Werbeversprechungen? Und wie teuer sollte eine gute Matratze für das Kind sein?

Worum handelt es sich bei einer Kinderbettmatratze genau?

Kinderbettmatratzen sind um einiges kleiner, als Matratzen für Erwachsene. Demnach gibt es für ein jedes Alter die passende Matratze für den Nachwuchs.

Folgende Kinderbettmatratzengrößen eignen sich demnach für folgende Altersklasse:

  • 60×120 cm

Bei dieser Größe handelt es sich um eine Babymatratze, welche sich für Babys, wie Kleinkinder eignet. Kleinkinder bis zu einer maximalen Körpergröße von 100 cm können diese Kinderbettmatratze nutzen. Bis etwa zwei Jahre kann diese Unterlage somit für eine angenehme Nachtruhe bei Kindern sorgen.

  • 70×140 cm

Kleinere Kinder bis zu einer Größe von maximal 120 cm können diese Kinderbettmatratze verwenden. Das heißt, bis zu einem Alter von circa sechs Jahren können Kids auf dieser Unterlagengröße nächtigen.

  • 70×160 cm

Kinder bis maximal neun Jahren und demnach bis zu einer Körpergröße von 140 cm können bequem auf dieser Matratzenmaße schlafen.

  • 80×160 cm und 90×160 cm

Auch diese Matratzengrößen eignen sich für Kinder bis zu einer Körpergröße von 140 cm. Bis maximal neun Jahre kann somit diese Unterlage im Kinderbett zum Einsatz kommen.

Gilt es bei Kinderbettmatratzen auf Härtegrad, wie Liegezonen zu achten?

Nein, weder der Härtegrad, noch die Liegezonen spielen beim Kinderbettmatratzenkauf eine Rolle. Vor allem Erstgenanntes besitzt ohnehin nur wenig Aussagekraft. In diesem Bereich finden sich keine festgelegten Normen, so dass ein jeder Hersteller diese anders ausweisen kann. Welcher Härtegrad demnach tatsächlich gegeben ist, können Kunden trotz Angabe an der Matratze nicht zu 100% wissen.

Wichtig bei der richtigen Wahl der Kinderbettmatratze ist stets, dass der kleine Körper nicht zu tief in die Unterlage einsinken kann. Einige Matratzenmodelle besitzen hier eine Kleinkindseite und eine Babyseite. Besser ist es allerdings auch hier einen Test vorzunehmen. Laut Stiftung Warentest gibt es in diesem Fall aber keinen nennenswerten Unterschied. Sowohl Babys, als auch Kleinkinder haben auf solchen Matratzen auf beiden Seiten gut gelegen, so dass die Liegeeigenschaften als marginal betrachtet werden können.

Lesen Sie auch: Schlafrhythmus beim Baby und Kleinkind

Kinder bringen natürlich bei weitem nicht so ein hohes Körpergewicht, wie Erwachsene. Aus diesem Grund machen unterschiedliche Liegezonen für Kinderbettmatratzen kaum Sinn. Auch die Wirbelsäule der Kids besitzt außerdem noch nicht die typische S-Form. Daher ist eine spezielle Stützung an bestimmten Körperstellen hier noch nicht so wichtig. Weitaus bedeutender ist hingegen eine feste, gut elastische, wie durchgehende Oberfläche.

Welche Eigenschaften sollte eine Kinderbettmatratze tatsächlich mitbringen?

Können Babys bzw. Kleinkinder stehen, verwenden die Kleinen fast schon automatisch ihr Bett als Hüpfburg. Eine stabile Trittkante ist demnach bei einer jeden Kinderbettmatratze wichtig. Ist diese Trittkante nicht gegeben, senkt sich die Kante unverzüglich ab sobald die kleinen Kinderfüße diese berühren.

Schnell kann da ein Fuß zwischen Matratze und Bettkante geraten und für Verletzungen sorgen. Beim Kauf einer Kinderbettmatratze gilt es also eine Unterlage zu wählen, die eine stabile Trittkante mitbringt. Drücken Sie für einen Test einfach mit der Hand kräftig gegen die Matratzenkante. Gibt diese unverzüglich nach, gilt es eine andere Unterlage zu wählen.

Können Eltern auch eine gebrauchte Kinderbettmatratze kaufen?

Viele Eltern erwerben gerne gebrauchte Kinderbetten samt Lattenrost. So lange diese auch noch völlig in Ordnung sind, ist dies auch kein Problem. Bei der Kinderbettmatratze hingegen gilt es doch besser ein neues Produkt anzuschaffen. Gebrauchte Unterlagen können mit Milben, Bakterien, Pilzen, wie anderen Verunreinigungen behaftet sein, auch wenn die Unterlage von außen sauber aussieht. Eine gebrauchte Matratze kann niemals eine einwandfreie Hygiene mitbringen, so dass ein Neukauf immer ratsam ist.

Wie hart bzw. weich darf eine Kinderbettmatratze sein?

Wie schon erwähnt, sagt der angegebene Härtegrad meist nicht allzu viel aus. Dennoch sollte eine Kinderbettmatratze nicht zu weich sein. Die Unterlage sollte den kleinen Körper trotzdem stützen und somit eine gewisse Festigkeit mitbringen. Wählen Eltern eine zu weiche Matratze für ihren Nachwuchs finden die zügig wachsenden, kleinen Körper nicht den nötigen Halt. Dies gilt auch für den Rücken, sowie für die Wirbelsäule. Gerade Letzteres sollte aber immer ausreichend gestützt werden.

Hinzu kommt, dass eine zu weiche Kinderbettmatratze gefährlich werden kann. Viele Kinder schlafen allzu gerne auf dem Bauch. Sinkt der Kopf dann zu stark in die Unterlage ein, kann dies zu Atemnot führen. Der Nachwuchs sollte daher nicht tiefer als drei bis vier Zentimeter in die Matratze einsinken können.

Kinderbettmatratzen sollten gut und einfach gereinigt werden können

Gerade Babys, wie Kleinkindern passieren im Schlaf immer mal wieder kleine Pannen. So manche Pampas scheinen da des Nachts undicht zu werden. Demnach sollte sich eine Kinderbettmatratze schnell und gut säubern lassen. Am besten ist es daher eine Unterlage zu wählen, die einen abnehmbaren Matratzenbezug besitzt. Dieser sollte dann bei rund 60 Grad Celsius in der Waschmaschine waschbar sein.

Viele Kinderbettmatratzen bringen lediglich einen Bezug mit, der nur bei 40 Grad Celsius gereinigt werden darf. Einem Kauf dieser Unterlage gilt es skeptisch gegenüber zu stehen, denn bei dieser angegebenen Temperatur werden keine Keime während des Waschgangs abgetötet. Alternativ kann hier allerdings ein Matratzenschoner Abhilfe schaffen, denn auch diese schützen die Unterlage vor Verunreinigungen. In diesem Fall gilt es aber stets darauf zu achten, dass die Auflage bei hohen Temperaturen gewaschen werden kann und wasserdicht, wie atmungsaktiv konzipiert ist.

Wählen Sie schadstofffreie Kinderbettmatratzen

Geht es hingegen um die Schadstofffreiheit in Kinderbettmatratzen scheinen sich meist alle Hersteller ihrer Verantwortung bewusst zu sein. Öko-Test prüft natürlich in regelmäßigen Abständen hier zahlreiche Unterlagen und bislang schnitten die Matratzen stets mit der Note „gut“ oder „sehr gut“ ab. Dennoch gilt es immer auf das Siegel „Öko-Tex Standard 100“ zu achten.

Viele Kinderbettmatratzen riechen dennoch meist unangenehm, wenn sie nach dem Kauf aus ihrer Verpackung geholt werden. Gefährlich sind diese Düfte aber nicht, denn es handelt lediglich um den Herstellungsgeruch, der von der Unterlage aufgenommen wurde. Ein 24-stündiges Lüften er Kinderbettmatratze hilft hier meist die Gerüche zu verbannen.

Was sagt der Kinderbettenmatratzen Test?

Die meisten Eltern möchten sich natürlich vorab vergewissern, dass sie eine gute Kinderbettmatratze für ihren Nachwuchs erwerben. Schließlich sind es meist qualitativ hochwertige Unterlagen, die hier alle Kriterien erfüllen. Dennoch muss Qualität in diesem Bereich nicht gleich ein Vermögen kosten. Dies beweisen einige Kinderbettmatratzen Tests.

Stiftung Warentest veröffentlicht immer mal wieder den einen oder anderen Matratzen Test. Auch Kinderbettmatratzen finden sich hier. Die Resultate können bei der Wahl der richtigen Unterlage helfen. Sowohl Plus-, wie Minuspunkte werden in diesen Tests zum Besten gegeben. Auch Preise für das jeweilige Produkt werden meist nicht vergessen.

Mit dem Einblick solcher Matratzen Tests lässt sich vor dem Kauf ein großes Spektrum abstecken. Auch Kinderbettmatratzen Ökotest helfen hier gerne weiter. Qualität, Bequemlichkeit, wie Nutzen werden auch hier genau geprüft. Diese Tests sind außerdem unabhängig und aus diesem Grund als glaubhaft anzusehen.

Bevor es also an den Kauf einer Kinderbettmatratze geht, gilt es sich ein wenig im Internet umzusehen. Der ein oder andere Kinderbettmatratzen Test kann bei der richtigen Wahl helfen.

Wie teuer ist eine Kinderbettmatratze?

Unterschiedliche Kriterien bestimmen den Preis einer Kinderbettmatratze. So spielt, zum Beispiel, die Matratzengröße eine Rolle. Kleinere Unterlagen sind preiswerter, als größere Modelle. Außerdem besitzt auch die Materialart des Innenlebens, sowie die Dicke der Matratze ein Mitspracherecht beim Preis. Eine Federkernmatratze ist demnach etwas günstiger, aber dafür auch nicht so komfortabel, wie eine 7-Zonen-Kaltschaummatratze.

Wer dennoch eine günstige Kinderbettmatratze kaufen will, sollte darauf achten, dass diese den persönlichen Bedürfnissen entspricht. Auch die Qualität gilt es hier nicht zu vergessen. Damit der Kauf einer Kinderbettmatratze nicht zum Fehlkauf wird, sollte im Vorfeld überlegt werden, wie lange diese Unterlage für eine angenehme Nachtruhe des Nachwuchses sorgen soll.

Eine preisgünstige Matratze ist meist schneller durchgelegen, als ein teureres Modell. Meist kommen Kinderbettmatratzen so lange zum Einsatz bis das Jugendalter erreicht ist. Im Anschluss darf dann eine größere Unterlage für einen wohltuenden Schlaf sorgen.

Auf dem Markt gibt es aber auch Matratzen, die im Inneren über spezielle Elemente verfügen. Wasserabweisende Unterlagen und ähnliches gilt es ebenfalls bei der Matratzenwahl zu beachten, denn unter Umständen muss dann bereits nach wenigen Jahren eine neue Matratze gekauft werden.

Stiftung Warentest: Kinderbettmatratzen im Test

Vor rund drei Jahren, 2014, testete Stiftung Warentest insgesamt zwölf Kinderbettmatratzen. In diesem Matratzentest waren folgende Unterlagen die Testsieger:

  1. Die beste Kinderbettmatratze war in diesem Fall die Waschbär Kindermatratze Kokos Latex.
  2. Zu den günstigsten Kinderbettmatratzen zählte hingegen die Unterlage Vyssa Skönt von Ikea.
  3. Die dickste Kindermatratze war Julius Zöllner Dr. Lübbe Air Premium.

Fazit: Der Kauf einer guten Kinderbettmatratze muss bei Eltern nicht für graue Haare sorgen. Wer sich im Vorfeld ein wenig über die einzelnen Modelle informiert und Stiftung Warentest oder/und Öko Test zur Hilfe nimmt, wird zügig in den Genuss einer passenden Unterlage kommen. Auch qualitativ hochwertige Matratzen für Kinder müssen außerdem nicht gleich sündhaft teuer sein. Diese gibt es ebenso günstig zu kaufen.

Kinderbettmatratzen – Ratgeber und Test
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Robert Milan

Der Autor - Seit 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Lebensweise. Wenn er nicht mit seinem Wohnmobil unterwegs ist zählen Fotografieren und Fitnesstraining zu seinen Hobby's.

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