Ist Mittagsschlaf gesund? 7 Gründe die dafür sprechen.

Mittagsschlaf: Wie gesund ist ein Nickerchen am Tage? Die Buchstaben auf dem Bildschirm beginnen zu tanzen, der Kopf wird immer schwerer und auch die Augen könnten jetzt ein paar Streichhölzer gebrauchen? Das sogenannte Mittagstief trifft viele Menschen und somit muss hier niemand verzweifeln, denn so mancher möchte um die Mittagszeit allzu gerne einmal ein Schläfchen halten.

Die Tendenz einen Mittagsschlaf zu halten, ist in einem jeden Menschen angelegt, sagen Experten, denn das Tief zur Mittagszeit ist Teil der menschlichen Biologie und der inneren Uhr. Vor allem nach dem Mittagessen zeigt sich dann oftmals eine starke Müdigkeit, allerdings kann das Bedürfnis nach einem Mittagsschlaf auch mit leeren Magen auftreten. Gleichzeitig kommt es hier zu einem Leistungstief. In diesem Fall hilft nur eines, ein Mittagsschlaf, auch wenn es sich inzwischen altmodisch anhört, ist dieser wieder voll angesagt.

Andere Länder haben die Vorzüge des Mittagsschlafs bereits erkannt

Was hierzulande vielerorts noch eher undenkbar ist, gehört in Asien und in den Vereinigten Staaten bereits zum Teil zum Alltag dazu. Viele Menschen gönnen sich in diesen Ländern ein mittägliches „Powernapping“ und profitieren den restlichen Tag von dessen Wirkungskraft. Menschen, die sich regelmäßig einen Mittagsschlaf gönnen, sind erwiesen leistungsstärker, erkranken seltener an Infektionskrankheiten, sowie an Depressionen und leben auch allgemein gesehen gesünder. Des Weiteren beschert der kleine Energie-Schlummer eine bessere Befindlichkeit.

Bedeutend für berufstätige Personen ist hier allerdings immer, dass sie den Mittagsschlaf nicht zu lange halten. Länger als 20 bis 30 Minuten gilt es um diese Zeit nicht zu ruhen, denn nach circa einer halben Stunde tritt die Tiefschlafphase in Kraft. Ist diese einmal erreicht, kann es im Anschluss schwer werden wieder in die Gänge zu kommen, denn es bis zu zwei Stunden kann es jetzt dauern bis der ganze Apparat wieder hochgefahren ist. Demnach gilt es auf keinen Fall zu vergessen den Wecker richtig zu stellen.

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Mittagsschlaf senkt einen zu hohen Blutdruck

Menschen, die nicht jeden Tag aufs Neue arbeiten gehen müssen, können aber sogar von einem längeren Mittagsschläfchen profitieren. Dies gilt vor allem für Personen, die mit einem zu hohen Blutdruck zu kämpfen haben. Laut einer Studie aus dem Jahr 2015 besitzen Mittagsschläfer günstigere Puls-, wie Blutdruckwerte. Je länger der Schlaf in diesem Fall ausfällt, desto besser sind die Effekte.

Wer demnach mittags eine Stunde schläft, hatte bei dieser wissenschaftlichen Studie einen um vier Prozent niedrigen mittleren systolischen 24-Stunden-Blutdruckwert. Bei Nacht hingegen kam bei diesen Personen zu einen zwei prozentigen Blutdruckabfall im Vergleich zu den Probanden, die keinen Mittagsschlaf machten.

Was passiert im menschlichen Körper während des Mittagsschlafs?

Ein Mittagsschlaf kann, zum Beispiel, beim Stressabbau helfen, denn zahlreiche Menschen stehen heute ständig unter Strom und haben mit einer gewissen Anspannung zu kämpfen. Wer sich mittags ein Schläfchen gönnt, kann für Entspannung sorgen, denn der Kreislauf fährt jetzt herunter und die Muskeln relaxieren. Ein Nickerchen um die Mittagszeit herum, eignet sich in der Regel für jeden Menschen.  Lediglich Personen, die mit Schlafstörungen zu kämpfen haben oder an Depressionen leiden, sollten vorab ihren Arzt fragen, ob dieser erlaubt ist.

Sieben Gründe für einen Mittagsschlaf:

  1. Ein kurzes Nickerchen macht wach

Was zuerst widersprüchlich klingt, stimmt tatsächlich, denn nach einem kurzen Mittagsschlaf erhöht sich die Wachsamkeit. Eine wissenschaftliche Untersuchung der NASA hat erwiesen, dass Piloten nach einem Nickerchen von 20 Minuten über eine weitaus bessere Aufmerksamkeit verfügen. Dies bestätigte auch eine Studie mit Schichtarbeitern.

  1. Ein kurzer Mittagsschlaf verbessert das Gedächtnis

Während der Mensch schläft, funktionieren die sogenannten kognitiven Prozesse besser. Das heißt, das Wissen wird im Gedächtnis gespeichert. In diesem Fall, sollte die Dauer des Schlafs aber mindestens 60 Minuten betragen. Eine Studie, welche in Australien durchgeführt wurde, hat gezeigt, dass erwachsene Mittagsschläfer eine höhere Hirnaktivität am Tage besitzen, als Menschen, die mittags kein Nickerchen machen. Allerdings, war dies nur der Fall, wenn das Nickerchen eine Stunde andauerte.

  1. Ein Mittagsschläfchen verbessert die Leistung bei der Arbeit

Wer zur Mittagszeit ein Schläfchen hält, der arbeitet zügiger. Der Effekt ist sogar weitaus größer, als bei einer Tasse Kaffee, so dass es empfehlenswerter ist eine Siesta zu halten, denn dies fördert die Produktionssteigerung.

  1. Ein Nickerchen am Mittag baut Stress ab

Das sogenannte Powernapping wirkt wie ein Kurzurlaub und hilft demnach beim Stressabbau. Auch, wenn es nicht zu einem Einschlafen kommt, wirkt diese kurze Pause sehr entspannend und beruhigend auf Körper, Geist und Seele.

  1. Mittagsschläfchen fördern die Kreativität

Nach dem Nickerchen produziert das menschliche Gehirn die besten Geistesblitze. Dies haben Experten in der Vergangenheit sogar bewiesen. So ist die rechte Hälfte des Hirns nach dem Schläfchen viel aktiver und diese Region des Denkorgans ist bekanntlich für die Kreativität des Menschen zuständig.

  1. Ein Schläfchen um die Mittagszeit hebt die Stimmung

Kleinkinder, die mittags ihr Nickerchen ausgelassen haben, sind oftmals den Rest des Tages nur am Quengeln und bekommen gerne Wutanfälle. Haben die Kids dann ein Schläfchen gehalten, strahlen sie meist wieder und sind guter Stimmung. Erwachsene zeigen natürlich ihre schlechte Laune meist nicht, wenn sie nach der Mittagspause müde werden und dennoch weiterarbeiten müssen. Wer jetzt allerdings ein kurzes Mittagsschläfchen hält, kann damit seine Laune ungemein verbessern.

  1. Ein Mittagsschlaf kann dem Nachwuchs beim Lernen helfen

Auch eine US-Studie belegte, dass Kinder im Vorschulalter nach einem Mittagsschlaf bessere Leistungen zeigen können, denn diese nimmt nach einem Nickerchen um zehn Prozent zu. Die Experten waren sehr überrascht darüber, dass dafür noch nicht einmal ein Tiefschlaf nötig ist, denn bereits das Dösen reicht aus, um die Leistung des kindlichen Gehirns zu erhöhen.

Fazit: Ein Mittagsschlaf kann demnach entspannend wirken, die Leistung steigern, beim Lernen helfen, die Gedächtnisfunktionen steigern, die Stimmung heben, die Wachsamkeit erhöhen und für Kreativität sorgen. Somit kann ein Nickerchen am Tage viele positive Effekte bescheren, allerdings ist es vielen Menschen hierzulande nicht möglich regelmäßig eine Siesta zu halten. Was in vielen Ländern Gang und Gebe ist, ist in Deutschland leider kaum möglich.

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