Schlafstadien

Welche Schlafstadien gibt es? Zwischen gesund schlafen und Wachzustand.

Schlafstadien – Was versteht man eigentlich unter dem Begriff und welche Schlafstadien gibt es? In der Nacht während des Schlafs ruht der menschliche Körper zwar, dennoch werden die Körperfunktionen natürlich nicht gänzlich abgeschaltet. Einige Organe arbeiten jetzt nicht mehr ganz so aktiv, wie am Tage, andere hingegen geben jetzt erst richtig Vollgas.

Damit sämtliche Abläufe im Körper optimal reguliert werden können, arbeitet vor allem das menschliche Gehirn im Schlaf besonders aktiv, während der Körper verschiedene Schlafstadien in der Nacht durchläuft. Schlafforscher in der Schlafforschung bzw. Schlafmedizin unterscheiden hier insgesamt fünf Schlafstadien.

Der orthodoxe bzw. synchrone Schlaf, auch als Non-REM-Schlaf bezeichnet, besteht alleine aus vier verschiedenen Schlafphasen.

Diese sehen, wie folgt aus:

  1. Die Einschlafphase
  2. Der leichte Schlaf
  3. Der mittlere Schlaf
  4. Der Tiefschlaf

Dem eigentlichen Schlaf voran geht dann noch eine Schlaflatenz.

Video: Schlafstadien Einteilung erklärt

Einschlafen

Während des Einschlafens bzw. im leichten Schlaf können schon leise Geräusche ausreichen, um den Schlafenden wieder zu wecken. So wird dieses Stadium des Schlafs auch als Schlafstadium 1 bezeichnet.

Der Organismus sinkt immer weiter in die Entspannung und in die Beruhigung hinab, während sich der Pulsschlag stetig verlangsamt, die Atmung tiefer wird und die Anzahl der Atemzüge sich senkt. Zahlreiche Menschen nehmen die Einschlafphase als eine Art des Fallenlassens oder Schwerwerdens wahr, so dass sie meinen zu träumen. Der Schlaf ist in diesem Stadium aber noch sehr oberflächlich, so dass geringe Störungen ausreichen, um den Schläfer wieder vollständig zu wecken.

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Der leichte Schlaf

Die Hälfte des Schlafes macht hingegen in etwa die Leichtschlafphase aus. Experten sprechen hier auch gerne von dem Schlafstadium 2. Allerdings kommt es auch häufig vor, dass hier gleich sowohl die Einschlaf-, als auch die Leichtschlafphase zusammengefasst werden. Die Aktivität des Gehirns ist in diesem Schlafstadium hauptsächlich auf niedrige Frequenzen getrimmt. So ist das Bewusstsein abgeschaltet, es kommt zu einer Entspannung der Muskulatur und die Augen bewegen sich kaum mehr.

Die Tiefschlafphase

Vor allem in der Tiefschlafphase erholt sich der Mensch besonders gut von den Strapazen des Tages. Wie die Bezeichnung bereits sagt, schläft der Mensch jetzt tief und fest und die meisten Schläfer sind jetzt nur noch schwer zu wecken. So handelt es sich hier um ein Stadium, wo der Schlafende tief entspannt seinen Schlaf genießt. Zahlreiche Untersuchungen konnten bereits belegen, dass die Tiefschlafphase für die geistige, wie körperliche Erholung am Wichtigsten ist.

Worum handelt es sich bei der REM-Schlafphase bzw. dem Traumschlaf?

Die REM-Schlafphase, welche auch als Traumschlafphase oder als paradoxe/asynchrone Schlafphase bezeichnet wird, bedeutet nichts anderes als rasche Augenbewegungen. So handelt es sich hier um ein traumaktives Schlafstadium, welches bei Schlafenden unter den geschlossenen Lidern starke Augenbewegungen beobachten lässt. In dieser besonderen Schlafphase verarbeitet das menschliche Gehirn das Erlebte des Tages. Zudem werden neue Lerninhalte gespeichert und alte gelöscht, sowie Informationen des Tages geordnet.

Lesetipp: Das Schlaftagebuch

Aus diesem Grund, ist die REM-Schlafphase besonders bedeutend für das menschliche Gedächtnis. Schlafende die in diesem Stadium des Schlafes geweckt werden, können sich meist sogar daran erinnern, was sie gerade geträumt haben.

Die einzelnen Schlafstadien wiederholen sich in der Nacht drei bis fünf Mal

Die fünf genannten Schlafstadien wiederholen sich in einer jeden Nacht zwischen drei bis fünf Mal. Während die Schlaftiefe jetzt immer kleiner wird, verlängert sich die Traumdauer. Demnach kommt es nach einer ruhigen Zeit des Wachseins im Bett anschließend zur Einschlafphase.

Nach etwa einer bis eineinhalb Stunden beginnt der Schläfer dann die vier verschiedenen Schlafstadien zu durchlaufen. Dies geschieht in umgekehrter Reihenfolge, ohne dass der Schlafende aufwacht. Der tiefste Schlaf bedeutet zudem nicht, dass dieser am erholsamsten ist, denn vor allem in der Traumphase ist der Schlafende gelöst und äußerst entspannt.

Zudem haben Messungen der elektrischen Aktivität des menschlichen Gehirns gezeigt, dass dieses während des Traumschlafs besonders aktiv ist, so dass sich diese mit der Leistung am Tage vergleichen lässt. Aus diesem Grund, sprechen Experten hier auch von der paradoxen Schlafphase und unterscheiden dieses Stadium zu den orthodoxen Schlafstadien.

Im Gleichklang ist der Schlafende während der REM Schlaf Phase unempfindlich gegenüber äußeren Reizen, denn die Ansprechbarkeit ist in diesem Stadium des Schlafs fast gänzlich gedämpft. Je jünger der Mensch außerdem ist, desto länger befindet sich dieser im Schlaf in der REM-Phase. Der Tiefschlaf hingegen tritt dann meist erst im ersten Drittel der Nacht in Kraft. Gegen Morgen dagegen wird dann der genannte Non-REM-Schlaf flacher, während die REM-Stadien vermehrt in der zweiten Hälfte der Nacht auftreten.

Auch in einem geregelten Schlaf darf es außerdem zu Wachzeiten kommen. Ältere Personen hingegen kommen meist mit sehr viel weniger Schlaf aus, als im normalen Fall. Häufig schlafen ältere Menschen in mehreren Abschnitten und gönnen sich dann am Tage ein Mittagsschläfchen um das Defizit der Nacht wieder auszugleichen.

Menschen, die hingegen mit Schlafstörungen zu kämpfen haben, leiden meist an einem gestörten Ablauf der vorgegebenen Schlafstadien. So kann es sein, dass die Schlafstadien verkürzt sind oder aber die Abläufe unterbrochen, durcheinander geraten oder schlichtweg chaotisch sind.

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Autor: Robert Milan

Der Autor - Seit 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Lebensweise. Wenn er nicht mit seinem Wohnmobil unterwegs ist zählen Fotografieren und Fitnesstraining zu seinen Hobby's.

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