Schlafsterne gegen Schlafstörungen

Kennen Sie das Schlafmittel Schlafsterne? Heutzutage kämpfen immer mehr Menschen mit Schlafstörungen. Während der eine am Abend nur schwer in den Schlaf findet, haben andere Schwierigkeiten damit durchzuschlafen. Stress, Ärger, wie private oder berufliche Probleme sind häufig der Grund dafür, warum Betroffene ihre Nachtruhe nicht ungestört genießen können.

Mehr als 20 Millionen Deutsche leiden hierzulande an Schlafstörungen. Frauen trifft es außerdem doppelt so häufig als Männer und Ältere kämpfen öfter mit Ein-, wie Durchschlafproblemen, als jüngere Personen. Letzteres liegt meist daran, dass viele ältere Personen zusätzlich an einer chronischen Krankheit leiden, die wiederum den Schlaf negativ beeinflusst.

Schlafsterne können gegen Schlafstörungen helfen und keineswegs handelt es sich hier tatsächlich um Sterne, denn dieses wirkungsvolle Mittel ist ebenfalls ein Medikament, welches die nächtliche Ruhe begünstigt. Des Weiteren bringt dieses Arzneimittel aber noch weitere Wirkungsweisen mit, weshalb Schlafsterne nicht nur allein bei Schlafproblemen eingesetzt werden.

Wie wirken Schlafsterne?

Schlafsterne beinhalten die Wirksubstanz Doxylamin. Dieser Stoff wird zur Behandlung von Allergien eingesetzt. Kommt es demnach zu allergischen Reaktionen der unteren und oberen Atemwege, wie es bei Heuschnupfen der Fall ist oder aber ein allergischer Schnupfen, allergische Bronchialkrämpfe und Krampfhusten belasten den Allergiker kann dieses Medikament helfen. Des Weiteren wird dieser Wirkstoff aber ebenfalls zur Linderung allergischer Symptome, wie Ausschlag, Juckreiz, sowie Schwellungen bei Hauterkrankungen, die durch Allergien ausgelöst wurden, verwendet.

Außerdem finden Schlafsterne ebenfalls bei Schlafstörungen ihr Anwendungsgebiet, denn der Wirkstoff Doxylamin besitzt eine müde machende Wirkungskraft. Gerade zur Beruhigung vor dem Schlafengehen, aber ebenfalls bei unruhigen Nächten zeigt diese Wirksubstanz besonders gute Eigenschaften, weshalb Schlafsterne oftmals bei Ein-, wie Durchschlafproblemen zum Einsatz kommen. Lediglich, wenn die Schlafstörungen so schwerwiegend sind, dass diese mit Arzneien therapiert werden müssen, verschreiben Mediziner in diesem Fall Schlafsterne.

Weitere Anwendungsgebiete sind außerdem Unruhe, wie Erregungszustände bei Kindern, sowie Nervosität, denn dieses Medikament bringt ebenfalls eine ungemein beruhigende Wirkungsweise mit.

Wie werden Schlafsterne eingenommen?

Verordnet der behandelnde Mediziner keine andere Dosierung, nehmen Erwachsene eine Tablette mit einem Glas Wasser vor dem Schlafengehen ein. Dies sollte etwa eine halbe bis eine Stunde vor dem Zubettgehen erfolgen. Belasten den Anwender starke Schlafstörungen kann dieser die Dosis bis zu zwei Tabletten erhöhen.

Hierbei handelt es sich um die Höchstdosierung, welche am Tag zum Einsatz kommen darf. Da Schlafsterne den Schlaf fördern, gilt es nach der Einnahme des Arzneimittels für eine ausreichende Schlafdauer zu sorgen. Ansonsten kann es am nächsten Morgen zu einer Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens kommen.

Belasten akute Schlafprobleme den Patienten, ist es besser die Einnahme von Schlafsternen möglichst auf Einzelanwendungen zu beschränken. Werden hingegen chronische Schlafstörungen mit diesem Medikament behandelt, gilt es die Notwendigkeit einer weiterführenden Behandlung mit Doxylamin in regelmäßigen Abständen zu überprüfen. Demnach gilt es nach einer 14-tägigen Einnahmezeit die Dosis etappenweise zu senken und somit die Schlafsterne langsam abzusetzen.

Welche Nebenwirkungen können Schlafsterne auslösen?

Auch Schlafsterne können leider Nebenwirkungen auslösen. In sehr seltenen Fällen kann es demnach zu Krämpfen, einer Darmlähmung, sowie zu einer Verminderung der weißen Blutkörperchen und Blutplättchen kommen. Harmlosere Nebeneffekte, wie Mundtrockenheit, Magenschmerzen, Schwindel, Kopfweh, Benommenheit, Albträume, Verstopfung, Übelkeit, Durchfall und ähnliche Nebeneffekte können ebenfalls den Anwender belasten.

Kommt es außerdem zu einer täglichen Anwendung von Schlafsternen über einen längeren Zeitraum hinweg, kann das plötzliche Absetzen dieses Medikaments dazu führen, dass di Schlafstörungen wieder verstärkt den Anwender belasten.

Können Schlafsterne Wechselwirkungen mit anderen Arzneien erzeugen?

Kommt es neben der Einnahme von Schlafsternen ebenfalls zu Anwendungen von diversen Medikamenten, die zentraldämpfende Wirksubstanzen enthalten, kann es zu einer wechselseitigen Verstärkung der Wirkstoffe kommen. Präparate, wie Antidepressiva, Tranquilizer, Neuroleptika, Antiepileptika, Schmerz- und Narkosemittel gilt es demnach nicht mit diesem „Schlafmittel“ zusammen anzuwenden. Gleiches gilt auch für Alkohol, denn der Genuss alkoholischer Getränke kann die Wirkung von Schlafsternen verändern bzw. verstärken.

Wer hingegen Schlafsterne mit dem Anti-Epileptikum Phenytoin kombiniert, kann davon ausgehen, dass die Wirkungskraft des zuletzt genannten Medikaments nachlässt. Wird Doxylamin außerdem mit Wirksubstanzen, die das parasympathische Nervensystem hemmen, zusammen angewendet, kann dies den Augendruck erhöhen und/oder zu Harnverhalten, sowie zu lebensgefährlichen Darmlähmungen führen.

Auch sogenannte MAO-Hemmer gilt es nicht mit Schlafsternen in Berührung kommen zu lassen, denn dies kann einen Blutdruckabfall, sowie eine Unterdrückung der Atemfunktion und der Gehirnfunktion in die Wege leiten. Ebenfalls gilt es Einnahmen von Blutdrucksenkern, sowie Mittel zur Steigerung des Blutdrucks nicht mit Schlafsternen zusammen anzuwenden. Einige Schmerzmittel, Entwässerungspräparate und Aminoglykosid-Antibiotika gilt es ebenso nicht mit Doxylamin zu kombinieren. Wissenswert ist zudem, dass der Wirkstoff Doxylamin manchmal Hauttests in seinen Resultaten verfälschen kann.

Wann dürfen Schlafsterne nicht gegen Schlafstörungen eingenommen werden?

Bei folgenden Erkrankungen darf der Wirkstoff Doxylamin nicht gegen Schlafstörungen eingesetzt werden:

  • Grüner Star
  • Überempfindlichkeit gegenüber Doxylamin und anderen Antihistaminika
  • Bildungsstörung des roten Blutfarbstoffs
  • Epilepsie oder zur Neigung anderer Krampfleiden
  • Störung bei der Blasenentleerung mit Bildung von Restharn
  • Asthmaanfall akut
  • Tumorbildung im Nebennierenmark
  • Einnahme von MAO-Hemmern bei Depressionen
  • Hirnschäden in der Großhirnrinde

Leiden Schlafgestörte außerdem an einer eingeschränkten Leberfunktion, chronischen Atembeschwerden, Nierenfunktionsstörungen, Asthma, chronischem Sodbrennen, Bluthochdruck oder an einer Vorschädigung des Herzens gilt es Schlafsterne nur einzunehmen, wenn diese Anwendung von einem Mediziner überwacht wird. Während einer bestehenden Schwangerschaft oder aber in der Stillzeit gilt es auf die Einnahme dieses Präparats besser zu verzichten.

Gibt es zu, Medikament Schlafsterne Warnhinweise?

Schlafsterne können das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass das Führen eines Fahrzeugs oder einer Maschine gefährlich werden kann. Dies gilt vor allem, wenn dieses Mittel gegen Schlafstörungen zusammen mit Alkohol verwendet wurde, denn in diesem Fall tritt die Wirkung des „Schlafmittels“ meist verstärkt in Kraft.

Lange Anwendungsdauern gilt es außerdem zu meiden, denn wer diese Schlaftabletten täglich über einen längeren Zeitpunkt einnimmt, läuft Gefahr, dass sich die Schlafstörungen wieder verstärken, wenn das Mittel plötzlich abgesetzt wird. Ältere Personen, die Schlafsterne gegen Schlafprobleme einnehmen, besitzen nach der Anwendung ein höheres Risiko zu Stürzen und sich ernsthaft zu verletzen.

Auch Schlafsterne können allergische Reaktionen hervorrufen. Kommt es nach der Einnahme zu Hautrötungen, Juckreiz, Schwellungen, Schleimhautschwellungen, sowie zur Verengung der Atemwege gilt es unverzüglich einen Arzt aufzusuchen und das Präparat abzusetzen.

Schlafsterne gegen Schlafstörungen
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Autor: Robert Milan

Der Autor - Seit 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Lebensweise. Wenn er nicht mit seinem Wohnmobil unterwegs ist zählen Fotografieren und Fitnesstraining zu seinen Hobby's.

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