Schlafstörungen während der Schwangerschaft

Zahlreiche Frauen kennen das Problem, denn Schlafstörungen während der Schwangerschaft kommen gar nicht so selten vor. Die Gründe dafür sind unterschiedlich, allerdings sind diese Schlafprobleme meist ganz harmlos. Gerade zu Beginn einer Schwangerschaft ist es meist das Gedankenkarussell, welches die Frauen vom Schlafen abhält. Neigt sich die Schwangerschaft hingegen dem Ende zu, sind es oftmals körperliche Aspekte, die dafür sorgen, dass Schwangere mit Schlafstörungen zu kämpfen haben.

Folgende Fragen zu Schlafstörungen in der Schwangerschaft wollen wir hier beantworten
  • Warum Schlafstörungen in der Schwangerschaft?
  • Woher kommen Schlafstörungen in der Schwangerschaft?
  • Was tun bei Schlafstörungen in der Schwangerschaft?
  • Ab wann Schlafstörungen in der Schwangerschaft gewöhnlich normal?

Schlafprobleme zu Beginn der Schwangerschaft

Vor allem im ersten Trimester einer Schwangerschaft, beschäftigen sich Frauen mit allerlei, verschiedenen Gedanken: Wird alles gut gehen, sind wir gut auf den Erdenbürger vorbereitet und vieles andere sorgt jetzt für schlaflose Nächte, denn Ängste, Sorgen und andere Gedanken können in diesem Fall für die Schlafprobleme verantwortlich sein.

Hinzu kommen dann noch die hormonellen Veränderungen, die gerade zu Beginn einer Schwangerschaft zahlreichen Frauen Probleme bereiten. Da die Hormone ebenfalls den Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflussen, ist es möglich das Schlafstörungen während der Schwangerschaft auch durch die Hormone begünstigt werden.

Video: Schlafstörungen in der Schwangerschaft

Schlafprobleme am Ende einer Schwangerschaft

Gerade im dritten Trimester und demnach am Ende einer Schwangerschaft haben viele Frauen mit Schlafproblemen zu kämpfen. Der große, runde Bauch macht es meist schwer im Bett die richtige Schlafposition zu finden. Zudem haben viele Schwangere mit häufigen Harndrang zu kämpfen, so dass der Schlaf von Toilettengängen unterbrochen wird. Hinzu kommen dann auch noch Rückenschmerzen, die das Liegen zur Qual machen.

Zudem bewegt sich natürlich auch das Baby im Bauch und so manches Kind scheint da geradezu nachtaktiv zu sein und hält die werdende Mutter mit seinen Tritten gegen die Bauchdecke wach. Meist haben Mutter und Kind verschiedene Schlaf-Rhythmen. Das Baby wacht öfter auf und zeigt auch des Nachts aktiv sein Dasein. Einige Mütter sehen, dass häufige Aufwachen in der Nacht dann als gutes Training für die Zeit, wenn der neue Erdenbürger endlich das Licht der Welt erblickt hat. Andere Frauen hingegen leiden sehr unter ihren Schlafproblemen und haben tagsüber mit extremer Müdigkeit und Erschöpfungszuständen zu kämpfen.

Jede dritte bis vierte Frau leidet zudem in der Schwangerschaft an dem sogenannten Restless-Legs-Syndrom. Vor allem kurz vor Ende der Geburt des Kindes kann dieses Syndrom belasten. Sobald die werdenden Mütter still sitzen oder liegen, zucken, kribbeln oder schmerzen die Beine und so ist an Schlaf kaum zu denken. Woran das liegt, ist hingegen noch nicht eindeutig festgestellt worden. Experten vermuten, dass auch in diesem Fall die Hormone eine Rolle spielen und ebenfalls der häufig auftretende Eisenmangel in einer Schwangerschaft das RLS beeinflusst.

Zusätzlich sind es dann noch häufig Muskelkrämpfe, die meist in den Waden auftreten, die Schwangere oftmals von der wohlverdienten Nachtruhe abhalten. In einigen Fällen helfen hier zusätzliche Rationen Magnesium die Beschwerden zu lindern.

Tipps gegen Schlafprobleme während einer Schwangerschaft

  1. Gönnen Sie sich am Abend ein warmes Bad, denn dies hilft den Alltagsstress zu vergessen und sich zu entspannen.
  2. Verzichten Sie ab dem späten Nachmittag auf koffeinhaltige Getränke, wie schwarzen Tee und Kaffee, denn diese puschen nur unnötig auf.
  3. Trinken Sie am Tage genügend und verzichten Sie abends vor dem Schlafengehen auf eine hohe Flüssigkeitsaufnahme. Auf diese Weise können Sie vielleicht den einen oder anderen Toilettengang in der Nacht vermeiden.
  4. Gestalten Sie Ihren Tag so, dass Sie am Abend nicht mehr so vielen Reizen ausgesetzt sind.
  5. Trinken Sie am Abend regelmäßig ein Glas heiße Milch mit Honig.
  6. Bewegen Sie sich am Tage ein wenig an der frischen Luft. Gemütliche Spaziergänge tun Ihnen und Ihrem Kind gut und fördern die Müdigkeit.
  7. Lassen Sie sich von Ihrem Partner massieren, denn Massagen helfen beim Entspannen und lindern Rückenschmerzen.
  8. Bevor Sie ins Bett gehen, lüften Sie das Schlafzimmer einmal richtig durch.
  9. Autogenes Training, sowie Entspannungsübungen für Schwangere fördern die Nachtruhe.
  10. Spezielle Rollen oder Stillkissen können helfen im Bett eine bequeme Liegeposition während der Schwangerschaft zu finden.
  11. Kräutertees fördern bekanntlich die Nachtruhe, allerdings sollten Sie eine Anwendung zuvor mit Ihrem Arzt absprechen.

Was können Sie gegen Schlafstörungen während der Schwangerschaft unternehmen?

Schlaf-, sowie Beruhigungsmittel sind während der Schwangerschaft natürlich keine Option, denn diese gehen auf den kindlichen Organismus über und können große, gesundheitliche Schäden verursachen. Naturheilmittel oder homöopathische Präparate hingegen dürfen bei Schlafproblemen während der Schwangerschaft angewendet werden, allerdings gilt es auch diese Einnahmen vorab mit einem Arzt zu besprechen. Zudem kann auch Akupunktur in diesem Fall helfen.

Viele Schwangere leiden zudem gerade am Ende ihrer Schwangerschaft an Ängsten, denn gerade beim ersten Kind wissen die Frauen nicht, was bei der Geburt auf sie zukommen wird. Die Ungewissheit löst bei vielen große Angst aus und führt dazu, dass Grübeleien die Schwangeren vom Schlafen abhalten. Es kann helfen mit anderen Müttern über diese Ängste offen zu sprechen oder sich mit Hilfe eines Geburtsvorbereitungskurses auf das Kommende gut vorzubereiten.

Schlafstörungen während der Schwangerschaft
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Autor: Robert Milan

Der Autor - Seit 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Lebensweise. Wenn er nicht mit seinem Wohnmobil unterwegs ist zählen Fotografieren und Fitnesstraining zu seinen Hobby's.

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