Welche Matratze bei Rückenschmerzen?

Die Fragen, welche Matratze bei Rückenschmerzen am besten zum Einsatz kommt, Lässt sich nicht pauschal beantworten. Fest steht, immer mehr Menschen haben mit diesen gesundheitlichen Beschwerden zu kämpfen, so dass Rückenleiden bereits zu den Volkskrankheiten zählen. Oftmals werden in diesem Fall Wasserbetten, Federkernmatratzen in verschiedenen Härtegraden oder gleich Unterlagen mit sieben Zonen empfohlen.

Die richtige Matratze bei Rückenleiden

Betroffene müssen selbst feststellen, wie gut sie auf einer Matratze liegen. Kein Mensch mit Rückenbeschwerden gleicht dem anderen. So unterscheiden sich schließlich auch diese Schläfer bezüglich ihres Körpergewichts, wie ihrer Körpertemperatur. Aus diesem Grund gelten frühere Empfehlungen, dass Rückenschmerzen stets mit einer harten Unterlage vertrieben werden können inzwischen als veraltet.

In früheren Zeiten war es tatsächlich so, dass Betroffene auf dem nackten Erdboden oder gar auf Türen nächtigten, um Schmerzen im Rücken zu verhindern bzw. zu lindern. Später wurde dann das japanische Futonbett als Wundermittel gegen Rückenleiden angepriesen.

Helfen konnte aber auch diese Unterlage nicht jedem Leidtragenden. Lediglich die Erkenntnis, dass die Wirbelsäule im Schlaf nicht durchhängen darf, bestätigte der Futon. Aber auch zu große Härte, wie sich bei dieser Matratze zugegen ist, ist keineswegs ein Allheilmittel gegen Rückenschmerzen. Ganz im Gegenteil, denn einige Betroffene leiden dann noch stärker an ihren schmerzhaften Qualen.

Was genau ist ergonomisch bei Rückenschmerzen richtig?

Im Schulter-, wie Beckenbereich sollte eine Matratze ein wenig mehr nachgeben, als an anderen Körperregionen, wenn Rückenleiden vorliegen. Demnach macht es Sinn auf eine Unterlage zu setzen die verschiedene Zonen mitbringt. Insgesamt sollte die Matratze außerdem ein nicht zu weiches Liegegefühl mitbringen. Es gilt eher eine straffere Unterlage zu wählen, die aber auch nicht zu hart konzipiert ist. Genau diese Konstellation findet man, beispielsweise, bei Matratzen aus Naturlatex.

Wobei diese Matratzen dann sehr hochwertig gestaltet, wie produziert sein sollten. Es gilt die Wirbelsäule unbedingt gerade auf der Unterlage zum Erliegen zu bringen, denn auf diese Weise werden die Bandscheiben nicht unsymmetrisch zusammengedrückt, so dass diese sich während der Nachtruhe regenerieren können.

Video: Richtig schlafen gegen Rückenschmerzen

Warum ist eine passende Matratze so wichtig?

Passt eine Matratze nicht zum Schläfer, kann dieser seine Muskeln in der Nacht nicht entspannen. Gleichzeitig erhalten die Knochen nicht die nötige Unterstützung. Vor allem die Bandscheiben werden jetzt extrem negativ beeinflusst. Diese müssen sich während der Nacht regenerieren und sich mit ausreichend Flüssigkeit füllen können, um am nächsten Tag wieder reibungslos ihre Aufgaben erfüllen zu können. Demnach sollten Menschen mit Rückenschmerzen alle acht bis zehn Jahre ihre alte Unterlage gegen eine Neue austauschen.

Welche Matratze erlaubt eine gute Nachtruhe?

Im Jahr schläft der Mensch rund 2.500 Stunden. Ein Drittel eines Menschenlebens verbringen wir demnach schlafend. Gerade, wenn Rückenschmerzen bereits ein Thema sind, gilt es demnach den Kauf einer Matratze nicht übereilt vorzunehmen. Die beste Matratze gibt es außerdem nicht, denn diese Wahl gilt es immer individuell zu treffen.

In Zusammenarbeit mit einem passenden Lattenrost sollte die Unterlage demnach die Erholung des Körpers im Schlaf unterstützen. Die natürliche Doppel-S-Form der Wirbelsäule sollte somit auch im Schlaf beibehalten werden, sowie zwischen Steißbein und Kopf eine gerade Linie bilden. Gleiches gilt für Seitenschläfer. Hier sollten Schulter, sowie Becken so tief in die Matratze einsinken, dass die Wirbelsäule ebenfalls eine gerade Linie bildet.

Die richtige Matratze ist außerdem mindestens zwölf Zentimeter hoch. Je höher die Unterlage konzipiert ist, desto besser, denn auf diese Weise werden Stauchungen verhindert. Diese können entstehen, wenn die Matratzenfüllung nicht fähig ist die dem Druck des schlafenden Körpers nachzugeben. Eine Unterlage sollte außerdem weder zu weich noch zu hart sein.

Der Härtegrad einer Matratze variiert allerdings je nach Körpergewicht und Körpergröße. Eine gute Matratze unterstützt den menschlichen Körper somit auf den Punkt genau. Das heißt, trifft ein Körperteil auf die Unterlage darf sich keine Vertiefung bilden.

Welche Matratzentypen eignen sich am Ehesten bei Rückenschmerzen?

  1. Kaltschaummatratzen bzw. Visco-Matratzen

Diese Unterlagen bestehen aus einem Kaltschaumkern und werden mit verschiedenen Stoffen ummantelt. Galt diese Matratze früher als Billigware, hat sich die Qualität dank der technischen Entwicklung inzwischen enorm erhöht. So passen sich Kaltschaummatratzen überaus gut dem Körper an und Stellen die häufiger belastet werden, gestalten sich mit der Zeit weicher. Eine gute Punktelastizität ist ebenfalls zugegen, so dass Matratzen aus Kaltschaum für Menschen mit Rückenschmerzen durchaus geeignet sind.

Auch die viskoelastischen Unterlagen bringen eine hervorragende Körperanpassung mit, denn dieses besondere Material ist ein Produkt der Raumfahrindustrie. Demnach sinkt der Schläfer hier langsam in die Matratze ein. Wobei die Geschwindigkeit des Einsinkens sowohl von der Temperatur, als auch vom Körpergewicht des Schlafenden abhängt.

  1. Latexmatratzen

Diese Matratzen werden aus natürlichen, synthetischen oder gemischten Latex hergestellt. Auch Latexmatratzen passen sich bestmöglich an die Körperkonturen an und bringen ebenso eine große Punktelastizität mit. Lediglich die geringe Luftzirkulation ist hier ein Nachteil. Dennoch kann eine Latexmatratze bei Rückenschmerzen helfen.

Warum gilt es bei Rückenschmerzen neben einer guten Matratze auch auf ein gutes Lattenrost zu setzen?

Geht es um einen angenehmen, wie erholsamen Schlaf spielt aber nicht nur allein die richtige Matratze eine Rolle. Auch der Lattenrost sollte niemals vergessen werden. Zahlreiche Menschen leiden bekanntlich an quälende Schmerzen im Rücken. In über 90% der Fälle hängt dies mit einem falschen Lattenrost zusammen. So muss auch ein Lattenrost bestimmte Kriterien erfüllen, denn normalerweise unterstützt auch dieser die natürlich S-Form der Wirbelsäule und passt sich ebenso den Körperformen des Schläfers an.

Parallel dazu, sorgt ein guter Lattenrost dafür, dass das Rückgrat in der Seitenlage nicht durchhängt. Laut Experten ist es am gesündesten, wenn die Wirbelsäule bei Seitenschläfern eine feste waagerechte Linie bildet. Dies kann nur in die Wege geleitet werden, wenn ein entsprechender Lattenrost unter der Matratze zum Einsatz kommt. Vor allem im puncto Liegekomfort, Anzahl der Leisten, sowie der Verstellbarkeit gilt es somit hohe Ansprüche zu stellen, um Rückenschmerzen zu lindern bzw. ganz auszuschalten.

Fazit: Heutzutage kämpfen immer mehr Menschen mit Rückenschmerzen. Gerade während der Nachtruhe sollten diese Qualen allerdings nicht den wohlverdienten Schlaf rauben. Mit dem Einsatz einer Kaltschaum-, Latex- oder Visco-Matratze samt einem passenden Lattenrost lassen sich Rückenschmerzen lindern bzw. eventuell auch ganz abschalten. Welche Matratze bei Rückenschmerzen allerdings die Richtige für Sie ist, müssen Sie selbst herausfinden. Jeder Mensch besitzt hier einen anderen Bedarf.

Welche Matratze bei Rückenschmerzen?
3.5 (70%) 6 votes
Ähnliche Suchanfragen:
Zeige mehr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ebenfalls anschauen

Close
Close