Wie viel Schlaf ist gesund?

Wie viel Schlaf benötigt der Mensch jede Nacht?

Viele Menschen, die des Nachts schlecht schlafen, stellen sich am Morgen die Frage, wie viele Stunden sie denn diese Nacht geschlafen haben? Keineswegs sind zudem alle Experten der Meinung, dass ein jeder Mensch gleich acht Stunden Schlaf braucht, denn so mancher fühlt sich auch nach einer kürzeren Nachtruhe am Morgen erholt und ausgeruht.

Rund 50 Prozent der Bevölkerung mit einer gesunden Schlafhygiene schlafen zwar, laut einer Studie, im Durchschnitt zwischen sieben und acht Stunden, allerdings gibt es auch genügend Kurzschläfer, die nach vier bis fünf Stunden Schlaf fit und energiegeladen in den Tag starten können. Demnach befinden sich Kurzschläfer genauso lange in der Tiefschlafphase, wie Langschläfer.

Schlaf ist ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen

Zu den wichtigsten Grundbedürfnissen eines jeden Menschen gehört Schlaf und dieses gilt es noch vor der Nahrungsaufnahme, sowie dem Trinken regelmäßig zu befriedigen. Bereits eine durchzechte Nacht zeigt schnell seine unschönen Nebeneffekte. Wer hingegen dauerhaft zu wenig schläft, senkt damit seine geistige, wie körperliche Leistungsfähigkeit, denn im Schlaf erholen sich sowohl Geist, als auch Körper.

Kommt es dagegen zu einem guten Schlaf verlangsamt sich der Stoffwechsel, während die Reparaturmechanismen im Körper sich äußerst aktiv zeigen. Das Abwehrsystem wird demnach gestärkt, die Wachstumshormone bauen Muskelmasse, wie Knochendichte auf und die Haut regeneriert sich. Zudem sorgt die gute Schlafhygiene dafür, dass das menschliche Gehirn die Erlebnisse des Tages verarbeiten kann.

Wie viel Schlaf ist eigentlich gesund?

Der Zyklus des Schlafs ist in zwei verschiedenen Phasen aufgeteilt. Demnach finden sich hier die sogenannten Non-REM- und die REM-Phasen.

  1. Insgesamt besteht die Non-REM-Phase aus vier verschiedenen Stadien. Die ersten Phasen bezeichnen Experten hier als Leichtschlaf- bzw. Einschlafphasen, während es sich bei den beiden anderen Stadien um Tiefschlafphasen handelt. Vor allem die Tiefschlafphasen sind hier zudem wichtig, denn in diesen erholt sich der Geist, wie der Körper vom Stress des Tages, so dass diese nicht zu kurz ausfallen sollten.
  2. Die fünfte Phase hingegen nennt sich REM-Schlaf bzw. Traumphase. Wie die Bezeichnung schon verrät, träumt der Schläfer in diesem Stadium der Nachtruhe.
  3. Im Großen und Ganzen dauert eine jede Phase etwa 90 Minuten. Im Wechsel bestimmen diese den Schlaf. Stimmt der Zyklus hier und es kommt zu einem regelmäßigen Wechsel der einzelnen Schlafphasen sprechen Experten hier von einer guten Schlafhygiene und demnach von einer guten Schlafqualität. Auch kurze Nächte von vier bis fünf Stunden können so eine geruhsame Nacht sorgen.
  4. Ruhelose Nächte hingegen führen dazu, dass sich der Schläfer am Morgen unausgeschlafen und wie gerädert fühlt. In der Regel kommt es dann in der folgenden Nacht zu längeren und mehreren Tiefschlafphasen.
  5. Ein guter Schlaf hat demnach kaum etwas mit der Quantität zu tun, sondern eher mit der Qualität.

Wie lange sollte der Mensch schlafen?

Im Laufe eines Menschenlebens verändert sich der Schlaf stetig. So benötigt ein Säugling circa 16 Stunden Schlaf, während ein Teenager im Durchschnitt neun Stunden schläft. Erwachsene hingegen fühlen sich im Schnitt nach etwa sieben bis acht Stunden ausgeschlafen, allerdings finden sich auch hier Ausnahmen. Während einige Menschen bereits nach sechs Stunden ausgeschlafen haben, fühlen sich Langschläfer erst nach neun Stunden vollkommen fit und verlassen ihr Schlafgemach. Die wenigsten Menschen dagegen kommen dauerhaft mit weniger als sechs Stunden Schlaf aus.

Geht es also um die richtige Schlafdauer für einen jeden Menschen, gibt es hier keine klare Antwort, denn das Schlafbedürfnis ist bei einem Jeden variiert. So kann die Dauer des Schlafs auch bei einem einzelnen Menschen verschiedenlang ausfallen, denn wechselnde Belastungen führen oftmals zu einem kürzerem oder längeren Schlafbedarf. Wie viel Schlaf ein jeder Mensch aber tatsächlich braucht, lässt sich meist ganz leicht herausfinden.

Wie viel Schlaf ist doch zu viel?

Zu viel Schlaf kann ebenso die Schlafqualität negativ beeinflussen, wie zu wenig Schlaf. Wer seine maximale Schlafdauer mehrmals in Folge überschreitet, wird demnach alsbald eine eher unruhige Nacht erleben, in der er öfter einmal aufwacht, so dass er sich am nächsten Tag kaum ausgeschlafen fühlt.

Zu wenig geschlafen

Ständiges Gähnen, brennende Augen und Konzentrationsprobleme weisen am Tage daraufhin, dass die Nacht einfach zu kurz war. Wer gut und ausreichend geschlafen hat, sollte am Tag nicht mit Leistungseinbußen und Müdigkeit zu kämpfen haben. Bereits eine Stunde Schlaf in der Nacht weniger, als gewohnt und das gleich mehrere Nächte hinter einander, kann dazu führen, dass der Tag abgeschlagen und unausgeschlafen startet. Demnach sind dies Zeichen dafür, dass die Schlafqualität nicht so gut ist, wie angenommen.

Kann der Mensch Schlaf nachholen oder gar vorschlafen?

In der gleichen Qualität lässt sich der Schlaf leider nicht zu einer anderen Zeit einfach nachholen. Nach einer durchtanzten Nacht, kann der Mensch zwar ohne Probleme meist acht Stunden durchschlafen, allerdings handelt es sich dann um eine andere Schlafqualität, die sich nicht mit der gewöhnlichen Nachtruhe vergleichen lässt. So ist der Schlaf jetzt eher leicht und nicht ganz so erholsam, wie sonst.

Schlaf lässt sich also nicht nachholen und gleiches gilt ebenso für das Vorschlafen, denn auch dies ist nicht möglich. Der menschliche Körper ist nicht in der Lage Erholung zu speichern. Somit macht es keinen Sinn sich am späten Nachmittag ein paar Stunden schlafen zu legen, um sich nach der durchtanzten Nacht fitter und ausgeschlafener zu fühlen. Am nächsten Morgen wird es dennoch zu Erschöpfungszuständen und zu Müdigkeit kommen.

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