Hitzewallungen nachts

Was kann hinter dem nächtlichen Schwitzen stecken?

Kennen Sie das Problem der Hitzewallungen nachts? In der Regel ist es nicht schwer herauszufinden, warum der eine oder andere Schläfer in der Nacht ins Schwitzen gerät. Viele schwitzen des Nachts stärker als gewohnt, weil sommerheiße Nächte unter einer zu dicken Decke oder aber zu hoch aufgedrehte Heizkörper im Winter die Schweißproduktion anregen.

Andere dagegen haben vielleicht zu viel Alkohol genossen oder aber beim Mexikaner zu reichhaltig scharf gegessen. Auch Ärger, Ängste und Kummer sorgen außerdem nachts für Hitzewallungen. Demnach spielen ebenfalls Schlaf-, wie Alltagsgewohnheiten eine bedeutende Rolle, wenn es nachts zu Hitzewallungen kommt.

Wer hingegen über eine längere Zeit mit nächtlichen Hitzewallungen zu kämpfen hat und so stark schwitzt, dass Schlafanzug und Bettwäsche durchnässt sind, leidet wahrscheinlich an Nachtschweiß im medizinischen Sinne. Einige Betroffene werden dann durch das nächtliche Schwitzen aus dem Schlaf gerissen. Sie müssen dann meist ihre Bettwäsche wechseln, einen anderen Schlafanzug anziehen und unter Umständen sogar duschen.

Durch die Hitzewallungen nachts und die darauffolgenden Schlafstörungen fühlen sich die Betroffenen am Morgen unausgeschlafen, wie erschöpft. Nächtliche Schwitzattacken unterscheiden sich somit von anderen Schweißausbrüchen. Nachtschweiß wird von Medizinern als nächtliche Hyperhidrose bezeichnet.

Wann gilt es bei Hitzewallungen nachts einen Arzt aufzusuchen?

Meist sind die Auslöser für nächtliche Hitzewallungen, ohne dass es zu weiteren Symptomen kommt, als harmlos anzusehen. Stressabbau, sowie veränderte Schlafgewohnheiten helfen meist das Schwitzen in der Nacht abzuschalten.

Kommt es hingegen des nachts zu häufigen, starken Hitzewallungen ist dies ein Grund einen Mediziner zu kontaktieren. Dies gilt gerade dann, wenn noch weitere Symptome, wie Schmerzen, Fieber oder Gewichtsverlust hinzukommen. Oftmals sind hier hormonelle Schwankungen für das starke Schwitzen in der Nacht verantwortlich. Einige Frauen schwitzen sowohl während der Schwangerschaft, als auch in den Wechseljahren nachts verstärkt. Auch eine Reihe verschiedener Arzneimittel können nachts Hitzewallungen auslösen.

Ebenso finden sich aber auch einige Infektionskrankheiten, die nächtliches Schwitzen verursachen. Sowohl eine Hirnhautentzündung, als auch eine Virus-Grippe lösen Hitzewallungen nachts aus. Gleiches gilt für die Erkrankung Tuberkulose oder aber für neurologische Krankheitsbilder. Auch Schlafstörungen, wie eine Schlafapnoe gelten als Auslöser für Nachtschweiß. Außerdem kann nächtliches Schwitzen ein Warnsignal für bestimmte Tumore oder Krebserkrankungen sein.

Kein Schlaf in der Nacht ist schweißfrei

Nächtliches Schwitzen ist zunächst einmal völlig normal und somit ein physiologischer Prozess. Hierbei handelt es sich um eine natürliche Wärmeregulierung, die der Schläfer im Schlaf eigentlich gar nicht wahrnimmt. Ist es im Schlafraum hingegen zu warm, gibt der menschliche Körper vermehrt Wärme ab.

Gleiches gilt für bestimmte Stoffe, die dem Körper zugeführt wurden. Bestimmte Medikamente, scharfe Gewürze, sowie Alkohol regen den Stoffwechsel an. Gleiches gilt für Dauerstress und für starke Emotionen. Ebenfalls können aber auch körperliche Erkrankungen den normalen Regelvorgang stören.

Wie lassen sich Hitzewallungen nachts erfolgreich behandeln?

Welche Behandlungsform bei nächtlichen Hitzewallungen zum Einsatz kommt, hängt immer von der Ursache ab. In vielen Fällen legen sich die Schweißausbrüche wieder, wenn, beispielsweise, ein Infekt überstanden ist. Ist hingegen ein bestimmtes Medikament für die nächtlichen Schweißausbrüche verantwortlich, kann hier eine andere Wirkstoffzusammensetzung oder ein Anpassung der Dosierung helfen.

Bei schweißtreibenden Ängsten, wie Stress können dagegen gezielte Therapien Abhilfe schaffen. Werden die Hitzewallungen nachts durch eine bestimmte Krankheit ausgelöst, hört das Schwitzen in der Nacht meist auf, wenn diese richtig therapiert wird. So lässt sich, zum Beispiel, eine Schilddrüsenüberfunktion mit Arzneien wieder ausgleichen. Autoimmunerkrankungen können Mediziner hingegen mit speziellen Medikamenten in Schach halten und auch Tumorerkrankungen sind heute oftmals heilbar.

In vielen Fällen sind Hitzewallungen nachts aber auch schlichtweg hausgemacht. In diesem Fall kann es helfen Alltags-, wie Ernährungsgewohnheiten einmal genau unter die Lupe zu nehmen. Auch Stressquellen, sowie seelische Belastungen gilt es hier nicht zu vergessen. Diese gilt es zu erkennen und anschließend aus dem Weg zu räumen. In einigen Fällen kann es sinnvoll sein sich psychotherapeutische Hilfe zu suchen.

Welche praktischen Tipps helfen gegen nächtliche Hitzewallungen?

  1. Nehmen Sie am Abend nur wenig oder noch besser gar keinen Alkohol zu sich. Tagsüber hingegen gilt es viel zu trinken. Eineinhalb bis zwei Liter Flüssigkeit sorgen für einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt. Es gilt vorzugsweise Wasser zu wählen und auf koffeinhaltige Getränke zu verzichten.
  2. Scharfe, wie fettige Speisen sollten am Tage nur geringfügig verzehrt werden. Am Abend gilt es auf diese Kost gänzlich zu verzichten.
  3. Wer zu den Rauchern zählt, sollte zum Nichtraucher werden.
  4. Tagsüber gilt es sich viel und regelmäßig zu bewegen. Sport kann auch hier helfen.
  5. Wer mit Übergewicht zu kämpfen hat, sollte eine Gewichtsreduktion anstreben.
  6. Nachts gilt es keinen enganliegenden Schlafanzug anzuziehen. Besser ist es leichte Kleidung zu wählen, die aus natürlichen Materialien besteht. Auch wärmeausgleichende Materialarten eignen sich hier hervorragend. Wer hingegen nachts stark mit Hitzewallungen zu kämpfen hat, sollte sich Wechselwäsche bereit legen.
  7. Achten Sie stets darauf, dass im Schlafgemach angenehme Temperaturen herrschen. 18 Grad Celsius gelten hier als optimale Raumtemperatur. Außerdem sollten Sie Ihre Bettdecke der jeweiligen Jahreszeit anpassen. Im Frühling, wie Sommer gilt es somit eine leichte Zudecke einzusetzen, während im Herbst und Winter eine dickere Decke im Bett seinen Platz finden sollte.
  8. Sorgen Sie vor dem Schlafengehen für eine ausgiebige Entspannung. Lesen Sie ein Buch, hören Sie Musik oder machen Sie entsprechende Entspannungsübungen, um den Stress des Tages zu vergessen.
  9. Salbeitee verfügt über eine natürliche Heilungskraft und steht in dem Ruf vorbeugend gegen nächtliche Hitzewallungen helfen zu können. Sowohl fertige Teemischungen aus der Apotheke, als auch frischer Salbei aus dem Garten können hier für die Zubereitung verwendet werden. Es gilt einen solchen Tee dreimal am Tag zu sich zu nehmen.

Fazit: Es gibt viele Ursachen die für nächtliche Hitzewallungen verantwortlich sein können. Meist handelt es sich hier allerdings um eher harmlose Auslöser, die hausgemacht sind. So können, beispielsweise, scharfe Speisen, Stress, Übergewicht oder zu hohe Raumtemperaturen im Schlafzimmer dafür verantwortlich sein, dass es zu starken Schweißausbrüchen des Nachts kommt. Werden die Ernährungs-, wie Lebensgewohnheiten entsprechend verändert, hören auch meist die Hitzewallungen nachts auf. Ist dem hingegen nicht so, gilt es einen Mediziner um Rat zu fragen. Es gibt einige Erkrankungen, die des Nachts für Schweißausbrüche sorgen können. Auch einige Arzneimittel besitzen diese Nebenwirkung. Wer demnach häufig nachts durch starke Hitzewallungen geweckt wird, sollte sich ärztliche Hilfe suchen. Manchmal stecken auch ernstzunehmende Erkrankungen hinter dem schweißtreibenden Schlaf.

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