Schlafmittel ohne Rezept

Welche Schlafmittel ohne Rezept fördern die Nachtruhe?

Fast jeder dritte Erwachsene hat mit Schlafproblemen zu kämpfen. Oftmals sind es ältere Menschen, die an Schlafstörungen leiden. Medikamente können in diesem Fall kurzeitig helfen, allerdings gilt es auch Schlafmittel ohne, wie mit Rezept nicht als Dauerlösung zu sehen. Wer regelmäßig Pillen zu sich nimmt, um in den Genuss von ausreichend Schlaf zu kommen, der geht schließlich das Risiko ein abhängig zu werden.

Schlafmittel sollten nicht die Lösung sein

Regelmäßig sollte ein jeder Erwachsene zwischen sechs und acht Stunden in der Nacht schlafen. Kinder hingegen benötigen mehr Schlaf, während ältere Menschen häufig mit fünf bis sechs Stunden Schlaf gut auskommen. Zu viel Schlaf macht zudem genauso schlapp, wie zu wenig. Letzteres trifft aber weitaus häufiger bei Erwachsenen zu, denn fast jeder Dritte hat mit Schlafstörungen zu kämpfen.

Nicht genug schlafen zu können, wird dann auf Dauer schnell zur Qual, denn Körper, wie Geist benötigen nun einmal Erholung. So mancher greift dann auf Schlafmittel zurück, allerdings sind diese Medikamente nicht als dauerhafte Lösung zu sehen, da sie die Ursache der Schlafprobleme nicht beseitigen.

Lesen Sie auch: Schlafstörungen selbst behandeln

Besser ist es natürlich immer erst einmal die Ursachen für das Schlafproblem festzustellen, anstatt sofort zu Schlafmitteln zu greifen. Ärger, Sorgen oder auch Stress sind oftmals Schuld am gestörten Schlaf. Wobei auch Depressionen sich negativ auf das Schlafverhalten auswirken können. Handelt es sich lediglich um eine schlaflose Nacht, ist dies auch kaum als Problem anzusehen, denn diese kann immer mal auftreten. Wird das Wachliegen allerdings zur Regelmäßigkeit gilt es der Ursache auf den Grund zu gehen.

Drei Hinweise, die darauf hindeuten, dass Sie an einer Schlafstörung leiden:

  1. Das Einschlafen fällt plötzlich jeden Abend unsagbar schwer. Zudem wachen Sie in der Nacht häufig auf und am Morgen fühlen Sie sich gar nicht mehr erholt.
  2. Mehrmals wöchentlich kämpfen Sie mit Ein-, wie Durchschlafproblemen.
  3. Tagsüber fühlen Sie sich müde, erschöpft und sehr schlapp.

Welche Schlafmittel ohne Rezept können bei Schlafstörungen helfen?

Wer seinen Schlaf mit Hilfe von Arzneimitteln positiv beeinflussen möchte, sollte es erst einmal mit pflanzlichen Präparaten versuchen. Baldrian ist ein altbekanntes Schlafmittel ohne Rezept und bringt eine beruhigende Wirkungsweise mit. Allerdings gilt es diese natürliche Substanz entsprechend zu dosieren, denn erst etwa 600 Milligramm des Baldrianauszugs bescheren die gewünschte Wirkung.

Viele Baldrian Dragees enthalten weitaus weniger. Zudem Anwender wissen sollten, dass Baldrian erst nach etwa zwei bis vier Wochen seine Wirkungskraft zeigt. So gilt es Baldrian und einige andere pflanzliche Schlafmittel erst über einen längeren Zeitraum hinweg einzunehmen, bis diese ihre schlaffördernde Wirkung entfalten können. Für die meisten anderen Schlafmittel gilt hingegen meist das genaue Gegenteil. Neben Baldrian fördern zudem auch pflanzliche Substanzen, wie Hopfen, Passionsblume, Kawain, sowie Melisse den Schlaf.

Sonderfall Antihistaminika als Schlafmittel ohne Rezept

Auch sogenannte Antihistaminika können zudem den Schlaf fördern. Allerdings handelt es sich hier eigentlich nicht um ein Schlafmittel ohne Rezept, denn normalerweise werden solche Medikamente zur Behandlung von Allergien eingesetzt. Einige dieser Präparate besitzen aber ebenfalls eine schlafanstoßende Wirkungsweise. In der Regel handelt es sich um Antihistaminika, die entweder den Wirkstoff Doxylamin oder die Wirksubstanz Diphenhydramin enthalten.

Bislang sind solche Arzneien rezeptfrei erhältlich, allerdings tritt die Wirkung auch hier eher langsam, nach etwa ein bis drei Stunden ein. Die Wirkdauer hingegen lässt sich als mittellang bezeichnen, so dass es am Tage unter Umständen zu Überhangseffekten kommen kann. Klinische Studien haben außerdem gezeigt, dass längere Anwendungszeiten dazu führen können, dass der menschliche Körper sich an die Wirkung gewöhnt. Hinzu kommt, dass auch Antihistaminika nicht frei von Nebenwirkungen sind.

Länger als zwei bis drei Tage sollten diese „Schlafmittel“ zudem nicht eingenommen werden. Achtung: Denn der Gewöhnungseffekt ist groß, so dass die gewünschte Wirkung schnell nachlässt. Hinzu kommt, dass diese Substanzgruppe in Bezug auf die Therapie bei Schlafproblemen nur wenig erforscht ist. Lediglich leichte, nicht chronische Schlafstörungen lassen sich mit Antihistaminika behandeln. Auf der anderen Seite ist es allerdings fraglich ob solche Schlafprobleme überhaupt medikamentös therapiert werden müssen.

Wirklich wirkungsvoll sind nur verschreibungspflichtige Schlafmittel

Wirklich wirksame Schlafmittel gibt es eigentlich nur mit einem Rezept. Benzodiazepine, sowie benzodiazepin-ähnliche Wirksubstanzen fördern den Schlaf zwar nachweislich, allerdings besitzen diese Arzneien auch einige Nachteile. Schon nach kurzer Anwendungszeit machen viele dieser Schlafmittel abhängig, so dass der Schlaf ohne die Pille am Abend fern bleibt. Hat sich der menschliche Körper an ein solches Mittel erst einmal gewöhnt, ist es schwer dieses einfach abzusetzen als z.B. ein Schlafmittel ohne Rezept.

Den Schlaf ohne Schlafmittel fördern

Schlafmittel ohne Rezept sind zwar nicht wirkungslos, allerdings wirken diese Präparate meist wirklich nur bei leichten Schlafproblemen. Demnach gilt es besser die Ursache für die Schlafstörung herauszufinden und mittels einer verbesserten Schlafhygiene das Problem der Nachtruhe zu lösen. Auch, wenn es sich bei der Einnahme von rezeptfreien Schlafmitteln lediglich um pflanzliche Präparate handelt, es ist stets besser gänzlich auf die Anwendung schlaffördernder Substanzen verzichten.

Einschlafrituale, der Verzicht von Alkohol, Nikotin, Koffein sowie üppiger Mahlzeiten am Abend, eine gute Raumtemperatur im Schlafzimmer und andere hilfreiche Einschlaftipps können in vielen Fällen helfen das Schlafproblem aus der Welt zu schaffen.

Bekanntlich sind es ohnehin häufig Sorgen, Stress, wie andere berufliche oder private Probleme die in der Nacht für den fehlenden Schlaf verantwortlich sind. Wer hier, sofort zu rezeptfreien oder gar verschreibungspflichtigen Schlafmitteln greift, sorgt zwar zweitweise für eine bessere Nachtruhe fördert aber seinen Schlaf nicht dauerhaft.

Zudem ist es auch nicht empfehlenswert allabendlich alkoholische Getränke als Schlafmittel einzusetzen. Alkohol sorgen zwar meist für ein schnelles Einschlafen, fördern aber keineswegs das Durchschlafen. Hinzu kommt, dass auch Alkohol zu einer Abhängigkeit führen kann. Der menschliche Körper zeigt außerdem auch beim allabendlichen Glas Wein oder Bier einen Gewohnheitseffekt. Die Dosis muss hier ebenso stetig erhöht werden, damit sich die gewünschte Wirkung einstellt.

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