Tiefschlaf – Phasen und Dauer

Tiefschlaf und REM-Schlaf – Was genau ist das?

Bei einem jeden Menschen ist der Schlaf in verschiedene Phasen bzw. Stadien unterteilt. Vor allem die Tiefschlafphase ist hier von großer Bedeutung, denn in dieser erholen sich Körper, wie Geist am Ehesten. In diesem Schlafstadium nimmt dann die Muskelaktivität rapide ab und die Augen sind ebenfalls ganz ruhig. Etwa 15 bis 20% in der Gesamtheit des Schlafs macht hier die Tiefschlafphase aus. Mit dem Voranschreiten des Alters nimmt außerdem die Dauer des Tiefschlaf ab.

In der dritten, wie vierten Schlafphase verfällt der Mensch in den Tiefschlaf. Die erste Tiefschlafphase und somit das dritte Schlafstadium erreicht der gesunde Schlafende nach etwa 25 Minuten, nachdem er eingeschlafen ist. Das zweite Tiefschlafstadium hingegen erreicht der Schläfer meist nach circa einer dreiviertel Stunde.

Folgende Fragen zum Tiefschlaf wollen wir in diesem Beitrag beantworten
  • Ab wann beginnt Tiefschlaf?
  • Ist man im Tiefschlaf wenn man träumt?
  • Tiefschlaf – Wie lange ist normal?
  • Kein Tiefschlaf was tun?
  • Ist Tiefschlaf gesund?

Während sich der Schlafende in der Tiefschlafphase befindet, ist der Körper entspannt und auch das Gehirn übernimmt nur noch die Regulation der bedeutendsten Körperfunktionen. Mit einem leichten Rütteln oder leisen Ansprechen ist es hier auch nicht getan, wenn man einen Menschen in der Tiefschlafphase wecken möchte.

Hinzu kommt, dass die zweite Phase des Tiefschlafs vergleichbar mit dem Winterschlaf eines Bären ist. Lediglich eine Ausnahme findet sich hier, denn Mütter werden in beiden Tiefschlafphasen hellwach, wenn sie ihr Kind wimmern oder leise weinen hören. Experten sprechen hier vom sogenannten Ammenschlaf, denn dieser sichert das Überleben des Nachwuchses.

Der Ammenschlaf funktioniert allerdings nur beim eigenen Nachwuchs. Nur für das eigene Kind fühlt sich eine Mutter verantwortlich. Wimmert oder weint ein anderes Kind, können diese Geräusche ohne Probleme verschlafen werden.

Video: Der Tiefschlaf

Was passiert, wenn Tiefschlafphasen während der Nachtruhe fehlen?

Zahlreiche Menschen haben des Nachts öfter einmal das Gefühl gar nicht erst in die Tiefschlafstadien zu gelangen. Demnach fühlen sich diese Personen auch nach einer eigentlich ausreichend Dauer Schlaf stets am Morgen noch müde und gerädert.

Häufig hat dies dann natürlich ebenfalls negative Auswirkungen auf den Arbeitsalltag, denn die Betroffenen fühlen sich am Tage schlapp, erschöpft und haben mit Konzentrationsproblemen und Leistungsabfall zu kämpfen. Viele sind zudem leicht reizbar und leiden unter ihrer schlechten Stimmung, die dann natürlich auch ihren Mitmenschen das Leben schwer machen kann.

Tricks und Tipps um die Tiefschlaf – Phasen zu verbessern:

  • Nutzen Sie Ihr Bett nur zum Schlafen

Zahlreiche Menschen verwenden ihr Bett nicht nur allein zum Schlafen, sondern schauen darin Fernsehen, essen, trinken, lesen oder arbeiten gar darin. Für eine bestmögliche Schlafhygiene ist dies reines Gift, denn der menschliche Körper braucht in der Nacht unbedingt das Signal sämtliche Aktivitäten abstellen zu können. Wird dem Organismus kein entsprechender Ort für das Nichtstun zur Verfügung gestellt, kann dies zu Einschlafproblemen, sowie zu Durchschlafstörungen führen. Demnach gilt es das Bett ausschließlich zur Entspannung und somit für einen ausgiebigen Schlaf zu nutzen.

  • Gehen Sie regelmäßig zur gleichen Uhrzeit ins Bett

Mal gehen Sie am Abend schon um 21 Uhr schlafen, ein anderes Mal begeben Sie sich erst gegen zwei Uhr in der Nacht ins Bett – Die unregelmäßigen Schlafenszeiten wirken sich negativ auf ihre nächtliche Ruhe aus, wenn Sie öfter zu unterschiedlichen Zeiten schlafen gehen. Demnach ist es weitaus hilfreicher jeden Abend zu einer festgelegten, gleichen Uhrzeit ins Bett zu gehen, denn auf diese Weise kann Ihr Organismus einen festen Schlaf-Wach-Rhythmus entwickeln, so dass sich die Müdigkeit abends bereits automatisch einstellt.

  • Wälzen Sie sich abends nicht stundenlang im Bett herum

Gehen Sie am Abend ins Bett und stellen fest, dass Sie nicht einschlafen können und sich stattdessen von einer Seite auf die andere wälzen, ist es ratsamer noch einmal aufzustehen und sich entweder einen Tee zu zubereiten, ein Buch zur Entspannung zu lesen oder aber sich ein wenig zu bewegen. Machen sich dann die ersten Ermüdungserscheinungen bemerkbar legen Sie sich wieder hin, setzen Sie sich aber nicht unter Druck, denn Schlaf lässt sich nun einmal nicht erzwingen. Vertrauen Sie Ihrem Körper, denn in der Regel holt sich dieser den Schlaf den er braucht.

  • Machen Sie einen Mittagsschlaf

Ein Mittagsschläfchen kann sehr erholsam sein und für die nötige Energiezufuhr für den Rest des Tages sorgen. Allerdings gilt es bei diesem Nickerchen immer darauf zu achten, dass Sie nicht zu lange auf der Couch oder im Bett liegen, denn wirklich fest einschlafen sollten Sie am Tage nicht. Wer mittags ein festes, wie tiefes Schläfchen hält, wird anschließend nur schwer wieder seine Lebensgeister wecken können. Es reicht gänzlich circa 25 Minuten entspannt vor sich hin zu dösen.

Zeigen diese Tipps, wie Tricks nach dreiwöchiger Anwendung nicht die erhoffte Wirkung, ist es ratsam einen Mediziner um Rat zu fragen. Zusammen mit Ihnen wird dieser dann die Ursache für Ihr Schlafproblem herausfinden und entsprechende Behandlungsmöglichkeiten in die Wege leiten. Jetzt einfach auf Schlafmittel zu setzen, die ohne Rezept erhältlich sind, ist nicht empfehlenswert, denn auch diese Helferlein bekämpfen zwar das Symptom, nicht aber die Ursache für die Schlafstörung.

Wenn, es denn schon ein Schlafmittel sein soll, ist es ratsamer auf pflanzliche Heilmittel zurückzugreifen. Baldrian, Melisse oder auch Lavendel können das Ein-, wie Durchschlafen erleichtern und machen weder abhängig, noch rufen solche Präparate unerwünschte Nebeneffekte auf den Plan. Durchaus kann es aber einige Tage oder gar Wochen dauern bis solche Mittel ihre Wirkungskraft zeigen und somit den Schlaf verbessern.

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