Wieviel Schlaf braucht man eigentlich?

12 Stunden Schlaf: Zu viel Schlaf ist auch nicht gut für den Körper

Ein-, wie Durchschlafstörungen, gehören heute zu den Beschwerden, an denen viele Menschen leiden. Zu wenig Schlaf ist bekanntlich ungesund, aber es gibt auch genügend Personen, die mit dem genauen Gegenteil zu kämpfen haben und demnach zu viel schlafen. Ein großer Teil der Betroffenen fühlt sich dann trotz zahlreicher Stunden Schlaf nach dem Aufwachen immer noch müde und erschöpft. Experten sprechen in diesem Fall von einer Hypersomnie, übersetzt Schlafsucht. Genau, wie zu wenig Schlaf, kann auch zu viel Schlaf belasten und ist demnach nicht gut für den Körper.

Neueste Studien der University of Cambridge haben vor einiger Zeit herausgefunden, dass Menschen die jede Nacht mehr als acht Stunden schlafen, ein 46% höheres Risiko besitzen an einem Schlaganfall zu erkranken. Andere wissenschaftliche Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass 20% dieser Personen früher sterben. Neben den genannten Risiken kann zu viel Schlaf außerdem für Kopf-, wie Rückenschmerzen sorgen. Ebenso können zu lange Schlafenszeiten aber auch ein höheres Risiko mitbringen an Alzheimer, Diabetes, Depressionen, Übergewicht, sowie Herz- und Gefäßkrankheiten zu erkranken.

Wie viel Schlaf braucht der Mensch tatsächlich?

Für unsere Gesundheit ist Schlaf extrem bedeutend, allerdings heißt das nicht, dass lange Schlafenszeiten grundsätzlich besser sind. In vielen Fällen sorgt zu viel Schlaf für das genaue Gegenteil, denn oftmals wird der Mensch dadurch noch müder. Somit ist es nicht die Schlafdauer, die hier wichtig ist, sondern die Schlafqualität. Dennoch ist die optimale Dauer des Schlafes bei jedem Menschen anders.

Im Durchschnitt liegt diese aber zwischen sechs und neun Stunden jede Nacht. So benötigt der eine Mensch acht Stunden Schlaf, um sich am Morgen fit zu fühlen, während andere Personen bereits nach sechs Stunden Schlaf ausgeruht aus dem Bett springen können. Außerdem gibt es dann noch die Gruppe der Langschläfer, die zwischen zehn und zwölf Stunden pro Nacht schlafen müssen, um am Morgen voller Energie in den Tag starten zu können.

Schläft eine Person dagegen jede Nacht neun Stunden und wacht am Morgen immer noch müde auf, schläft diese wahrscheinlich zu viel. In diesem Fall, gilt es einen Mediziner um Rat zu fragen, denn auch zu viel Schlaf kann gesundheitliche Probleme verursachen. Hinzu kommt, dass ein zu großes Bedürfnis nach Schlaf ebenso mit einer ernstzunehmenden Erkrankung in Zusammenhang stehen kann.

Video: Warum müssen wir schlafen

Welche Ursachen von zu viel Schlaf gibt es?

Eine der wichtigsten Gründe für zu viel Schlaf und die damit dennoch verbundene Müdigkeit ist eine schlechte Schlafqualität. Alkohol-, wie Drogenkonsum können hier zum einen mit der verminderten Qualität des Schlafs in Zusammenhang stehen, denn diese Mittel sorgen dafür, dass die Tiefschlafphase nicht erreicht werden kann.

So schlafen die Betroffenen zwar schnell ein, haben aber Probleme mit dem Durchschlafen, so dass der Körper sich nicht zu Genüge ausruhen kann. Gleiches gilt im Übrigen für die Krankheit Schlafapnoe. Betroffene atmen in diesem Fall in der Nacht während des Schlafs nicht genug, so dass es zu einem Sauerstoffmangel kommt. Schlafapnoe-Patienten bemerken dies allerdings nicht und sorgen unbewusst für eine schlechte Schlafqualität.

Beobachten Sie Ihre Schlafgewohnheiten

In der heutigen Zeit finden sich verschiedene Apps für Smartphones, die den Schlafrhythmus des Nachts problemlos aufzeichnen können. So mancher schläft nämlich weitaus länger und demnach mehr, als er glaubt. So gibt es Apps, die nicht nur feststellen, wie lange Sie schlafen, sondern auch herausfinden, wie viel Sie sich, beispielsweise, in der Nacht bewegen während Sie ruhen. So beeinflussen zwar weitaus mehr Faktoren die Schlafqualität, dennoch kann eine solche Aufzeichnung als grober Indikator gute Dienste leisten.

Was können Sie unternehmen, wenn Sie tatsächlich zu viel schlafen?

Der menschliche Körper liebt Regelmäßigkeiten ungemein. Demnach ist es ratsam jeden Abend um die gleiche Uhrzeit ins Bett zu gehen. Bevor es ans Einschlafen geht, ist es empfehlenswert zu lesen oder aber auf eine andere Art und Weise für die nötige Entspannung zu sorgen. Am Morgen hingegen gilt es so oft wie nur möglich ebenfalls stets um die gleiche Uhrzeit den Tag zu beginnen. An den freien Wochenenden ist es natürlich auch mal gestattet auszuschlafen, allerdings gilt es auch dann nicht ewig im Bett zu verweilen.

Zudem sollte ein jeder für eine angenehme Schlafumgebung sorgen. Das heißt, es sollte im Schlafzimmer Verdunklungsmöglichkeiten geben, das Zimmer sollte aufgeräumt sein und es ist ratsam auf eine entsprechende Raumtemperatur zu achten. Eine kuschelige, warme Decke, sowie eine bequeme Matratze sollten natürlich auch nicht fehlen.

Vor dem Schlafengehen sollten Sie außerdem auf üppige Mahlzeiten, sowie auf koffein- und alkoholhaltige Getränke verzichten. Wer seinen Schlaf fördern möchte, sollte besser auf eine warme Milch oder auf eine Banane zurückgreifen, denn in diesen Nahrungsmitteln ist Tryptophan enthalten, welches den Schlaf begünstigt.

Fazit: Zu viel Schlaf kann genauso belastend für den Körper sein, wie zu wenig Schlaf. Wer nach mehr als neun Stunden Schlaf jede Nacht am Morgen noch müde ist, der sollte einen Mediziner um Rat fragen, denn unter Umständen steckt hinter dem großen Schlafbedürfnis eine ernste Erkrankung. Zudem kann es aber auch einfach sein, dass die Schlafqualität gar nicht so optimal ist, wie viele glauben, denn diese ist weitaus wichtiger, als die Schlafdauer.

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