Matratze riecht muffig oder stinkt nach Chemie
Ein unangenehmer Geruch aus der Matratze kann den erholsamen Schlaf massiv stören. Ob muffig, schimmelig oder chemisch – die Ursachen für schlechten Geruch sind vielfältig: von Feuchtigkeit über Milbenbefall bis hin zu Produktionsrückständen. Zum Glück gibt es wirksame Mittel, um den Gestank zu beseitigen – selbst ohne chemische Reinigungsmittel. Ob mit Hausmitteln, Dampfreiniger oder professioneller Hilfe: Fast jede Matratze lässt sich wieder geruchsfrei machen. Nur bei starkem Schimmel oder Schädlingsbefall ist ein Austausch ratsam.

Das Wichtigste in Kürze
- Feuchtigkeit & Körperflüssigkeiten: Schweiß und Urin sind häufige Ursachen für muffigen Geruch – gut lüften und punktuell reinigen hilft.
- Schimmel & Milben: Gesundheitsgefährdender Schimmel und Milbenkot lassen sich mit Schimmelsprays und Milbensprays effektiv bekämpfen.
- Chemischer Neugeruch: Neue Matratzen dünsten oft Produktionsrückstände aus – Lüften über mehrere Tage schafft hier Abhilfe.
- Hausmittel gegen Gestank: Zitronensaft, Backpulver und Babypuder sind bewährte Hausmittel zur Geruchsneutralisation.
- Professionelle Reinigung: Wenn nichts hilft, bieten Experten eine Tiefenreinigung mit UV-Licht oder Spezialgeräten an – oft ohne Chemie.
Was hilft gegen übel riechende Matratzen?
Gegen übelriechende Matratzen helfen Hausmittel wie Backpulver, Zitronensaft oder Babypuder. Bei Schimmel oder Milben empfiehlt sich ein spezielles Spray. Chemischer Neugeruch lässt sich durch ausgiebiges Lüften beseitigen. In hartnäckigen Fällen ist eine professionelle Reinigung sinnvoll.
Aber nicht nur bereits benutzte Matratzen können unangenehm riechen, denn auch so manches neue Produkt verströmt nach dem Auspacken einen eher schlechten Duft. Ähnlich, wie bei einem neuen Auto gibt auch die Matratze oftmals sämtliche Gerüche auf einmal ab, wenn diese aus ihrer Verpackung befreit wurde. Hierbei handelt es sich alle Düfte, die eine Matratze während der Herstellung in sich aufgesogen hat.
Sowohl neue, als auch alte Matratzen können demnach übelriechende Düfte abgeben. In beiden Fällen finden sich aber Möglichkeiten den Gestank loszuwerden, denn auch eine Matratze, die ja nicht in der Waschmaschine gereinigt werden kann, lässt sich mit einfachen Mitteln wieder wohlriechend gestalten.
Was können Sie tun, wenn die Matratze wegen eingedrungenen Körperflüssigkeiten übel Riecht?
In der Nacht sondert ein jeder Schläfer bis zu einem Liter Schweiß ab. Dieser wird dann unverzüglich von der Matratze aufgesogen. Bei älteren Menschen, sowie bei Kindern kann es außerdem in der Nacht zu kleineren, wie größeren Pannen kommen. Auch, wenn in diesem Fall meist entsprechende Vorkehrungen getroffen werden und spezielle Matratzenauflagen die Unterlage schützen sollen, kann es dennoch passieren das Urin in diese gelangt. In einer solchen Situation gilt es zuerst einmal die Matratze an der frischen Luft gut auszutrocknen.
Sind Sie Eigentümer eines Dampfreinigers können Sie auch diesen gegen die Verschmutzungen auf und in der Matratze einsetzen. Im besten Fall, besitzt die Unterlage eventuell auch einen abnehmbaren Matratzenbezug, so dass diesen nur entfernen müssen und in der Waschmaschine reinigen können. Aber auch mittels Fleckensprays, Allzweckreiniger, sowie Essig-Wasser-Mischungen lassen sich Urinflecken wirksam beseitigen. Des Weiteren können Sie aber ebenso Glasreiniger verwenden um diese Flecken aus der Matratze zu tupfen.
Handelt es sich hingegen um extrem starke Verunreinigungen oder aber die Matratze weist bereits starken Schimmel- oder gar Schädlingsbefall auf, hilft alles Nichts und es muss eine neue Matratze angeschafft werden.
Wie reinigen Sie Ihre Matratze, wenn diese durch Schimmel oder Schädlinge schlecht riecht?
Macht sich ein muffiger Geruch in Ihrem Schlafgemach breit, kann dies daran liegen, dass Ihre Matratze von Schimmel befallen ist. Schimmel verströmt nicht nur einen übelriechenden Duft, sondern ist bekanntlich auch gesundheitsgefährdend, so dass es den Übeltäter unverzüglich zu eliminieren gilt. Merke: Reagieren Sie umgehend wenn Schimmel auftritt und die Matratze riecht.
In diesem Fall ist es sinnvoll ein Schimmelspray anzuwenden, denn dieses verbannt den Schimmel aus der Matratze und macht ihn gleichzeitig unschädlich. Im gleichen Zuge gilt es im Anschluss natürlich ebenfalls die Matratze von den Verschmutzungen zu befreien und das Schlafzimmer in Zukunft richtig und regelmäßig zu heizen, wie zu lüften, denn mit dieser Vorgehensweise lässt sich Schimmelbildung in der Matratze vermeiden.
Aber nicht nur Schimmel in der Matratze kann schlechte Gerüche verbreiten. Ebenso können Milben, wie Bakterien schuld an der Geruchsbelästigung sein. Mit Hilfe spezieller Matratzen-Sprays gilt es dann die Unterlage zu desinfizieren, denn solche Mittel stoppen die Vermehrung der lästigen Plagegeister und neutralisieren gleichzeitig den Milbenkot. Hausstaubmilbensprays, sowie Milbenschutzsprays können Sie online günstig erwerben oder auch in Apotheken finden.
Wie können Sie den chemischen Neugeruch einer Matratze loswerden?
Kaum haben Sie die neue Matratze aus der Verpackung befreit, bemerken Sie einen unangenehmen, chemischen Geruch. Am liebsten würden Sie das gute Stück gleich wieder zurückschicken? Keine Panik, eine Rücksendung muss nicht sein, denn gegen den Gestank gibt es eine ganz simple Lösung. Diese heißt, ausgiebig lüften und der Matratze die Chance geben „auszuatmen“. Zahlreiche Schlafunterlagen bringen heute diesen Duft nach Chemie mit und so schnell, wie diese auftreten, so zügig sind sie meist auch wieder verflogen und die Matratze riecht nicht dauerhaft.
Sowohl Latex-, als auch Kaltschaummatratzen können im neuen Zustand einen stechenden Geruch mitbringen. Hierbei handelt es sich um herstellungsbedingte Gase, die während der Herstellung des Produkts von der Matratze aufgenommen werden. Dies ist vor allem typisch für sämtliche PUR-Matratzen, denn einige Unterlagen aus Kaltschaum werden während der Produktionsprozesse in Blöcken gegossen und härten im Anschluss bei niedrigen Temperaturen aus.
So kommt der unangenehme Duft beim sogenannten „crushen“ zum Vorschein. Durch diese Vorgehensweise wird das verwendete Material weicher, luftdurchlässiger, sowie elastischer. Allerdings führt dieses Verfahren ebenfalls dazu, dass Gase freigesetzt werden, die bei der Produktion entstanden bzw. übrig geblieben sind. Das Ergebnis: Die Matratze riecht leicht chemisch und benötigt Zeit zum ausdünsten.
Diese abgegebenen Gase sorgen demzufolge dafür, dass manche neue Matratzen einen schlechten Geruch nach Chemie mitbringen. Wer jetzt befürchtet, dass dieser Duft gefährlich sein könnte, kann beruhigt sein. Denn dem ist nicht so und das bestätigt auch Stiftung Warentest.
Neben Matratzen aus Schaumstoff, bringen ebenfalls Latexmatratzen häufig diesen Neugeruch nach dem Auspacken mit und hinterlassen diesen chemischen Gestank. Dieser entsteht als Folge der sogenannten Vulkanisation und zählt hier zu den typischen Ausdünstungen, wenn anfänglich die Matratze riecht. Auch diese Gerüche verflüchtigen sich nach dem Lüften recht schnell.
Welche Hausmittel helfen wenn die Matratze riecht?
Sind lediglich kleinere Verschmutzungen schuld daran, dass die Matratze riecht, können hier auch Hausmittel gegen den Gestank helfen. Zitronensaft, beispielsweise, welcher auf die Matratze geträufelt wird, kann in diesem Fall gute Dienste leisten. Es gilt den Saft nach dem Aufträufeln kurz einwirken zu lassen und im Anschluss mit Wasser abzutupfen. Auf diese Weise duftet dann nicht nur die Matratze herrlich frisch nach Zitrone, sondern ebenfalls das gesamte Schlafzimmer.
Wer gerade keine Zitrone im Haus hat, kann ebenso Backpulver oder auch Babypuder gegen den Matratzengestank verwenden. Denn beide Hausmittel neutralisieren Gerüche und wirken gegen unschöne Flecken. Die Anwendung ist in diesem Fall auch ganz einfach, denn hier gilt es lediglich das Backpulver oder das Babypuder auf die Matratze zu streuen und diese mit Hilfe eines Tuchs oder Pinsels auf der Oberfläche zu verteilen. Anschließend gilt es mindestens eine Stunde einfach abzuwarten und das Puder bzw. Pulver danach mit einem Staubsauger wieder zu entfernen.
Auch eine professionelle Reinigung der Matratze hilft gegen Gerüche
Sind Sie sich nicht ganz sicher, warum Ihre Matratze einen so üblen Geruch verbreitet oder aber sämtliche Tipps, wie Tricks haben nicht die gewünschte Wirkung gezeigt, kann auch eine professionelle Matratzenreinigung in Anspruch genommen werden.
Zahlreiche Anbieter nehmen eine solche heute ohne chemische Mittel vor und töten Bakterien, Keime, sowie Schimmelsporen mit Hilfe von UV-Strahlung ab. Soll es dagegen den Verunreinigungen der Matratze an den Kragen gehen, verwenden die Profis heute spezielle Reinigungsmaschinen, um die Unterlage porentief zu säubern.
Wie können Sie Ihre Matratze dauerhaft vor Gerüchen schützen?
Damit die Matratze gar nicht erst riecht, lohnt sich vorbeugender Schutz. Ein wasserdichter, atmungsaktiver Matratzenbezug verhindert das Eindringen von Schweiß, Urin und anderen Flüssigkeiten. Solche Auflagen lassen sich regelmäßig bei 60 °C waschen – das hemmt auch die Milbenentwicklung.
Zusätzlich sollte die Matratze alle zwei Wochen gelüftet und gewendet werden, um Stockflecken zu vermeiden. Im Schlafzimmer ist regelmäßiges Stoßlüften wichtig, um die Feuchtigkeit zu regulieren. Auch das Raumklima spielt eine Rolle: Optimal sind 16–18 °C und eine Luftfeuchtigkeit unter 60 %. Durch diese Maßnahmen lässt sich nicht nur schlechter Geruch vermeiden, sondern auch die Lebensdauer Ihrer Matratze deutlich verlängern.
Welche gesundheitlichen Risiken birgt eine stinkende Matratze?
Ein muffiger Geruch ist nicht nur störend – er kann auch ein Warnsignal sein. Besonders bei Schimmel besteht Gesundheitsgefahr: Die Sporen können Atemwegsprobleme, allergische Reaktionen oder Asthma auslösen, wie das Umweltbundesamt warnt. Auch Milbenkot kann bei empfindlichen Personen zu Allergien führen.
Wer morgens oft mit verstopfter Nase oder Husten aufwacht, sollte die Matratze unbedingt überprüfen. Kinder, ältere Menschen und Allergiker sind besonders gefährdet. Wird ein modriger Geruch ignoriert, kann sich der Schimmel weiter ausbreiten – bis in Lattenrost oder Wandbereiche. Daher ist bei ersten Anzeichen rasches Handeln wichtig.
Welche Fehler sollten Sie bei der Matratzenreinigung vermeiden?
Beim Entfernen schlechter Gerüche aus Matratzen schleichen sich schnell Fehler ein. Viele versuchen, stark riechende Stellen mit zu viel Wasser zu reinigen – das fördert jedoch Schimmelbildung. Auch aggressive Reiniger oder zu heißes Wasser können dem Matratzenmaterial schaden. Wichtig ist, nach jeder Reinigung gründlich zu trocknen – idealerweise an der Sonne oder mit einem Ventilator.
Verzichten Sie auf parfümierte Sprays, da diese Gerüche nur überdecken und nicht neutralisieren. Ebenso sollte die Matratze nie feucht gelagert oder direkt auf den Boden gelegt werden. Ein weiterer häufiger Fehler ist, verschmutzte Bezüge nicht regelmäßig zu waschen. Nur wer konsequent pflegt, verhindert Gerüche langfristig.
Fazit: Riecht die Matratze muffig oder verbreitet einen anderen unangenehmen Geruch muss diese nicht sofort gegen ein neues Produkt eingetauscht werden. Mit wenigen Hilfsmitteln lässt sich auch eine Matratze meist ganz einfach säubern und wieder wohlriechend gestalten. Ist der Schimmelbefall allerdings extrem und auch die Verschmutzungen lassen sich nicht mehr entfernen, ist es besser eine neue Matratze anzuschaffen. Riecht die neue Unterlage nach dem Auspacken dann ebenfalls sehr unangenehm nach Chemie ist dies kein Grund, das gute Stück wieder zurückzuschicken. In diesem Fall reicht ein ausgiebiges Lüften völlig aus. Hier handelt es sich um herstellungsbedingte Gerüche, die keine Gesundheitsgefährdung darstellen.