Dominal

Dominal - Wirkung und Nebenwirkungen des rezeptpflichtigen Schlafmittels

Rezeptpflichtig?Ja
Wirkstoff Prothipendyl-Hychloridmonohydrat
ZulassungsinhaberMedia Pharma GmbH, Wien
Anwendungandere Antipsychotika

Wie wirkt das Mittel?

Dominal ruft eine beruhigende und schläfernde Wirkung hervor. Bindet der sich im Dominal enthaltene Wirkstoff Prothipendyl an die zuständigen Rezeptoren: Dopamin-Rezeptor D1 und D2, sowie den Serotoninrezeptor 5-HT2a, wird eine Reaktion gestartet. Die Nervenzelle, an den sich der Wirkstoff gebunden hat, sendet ein Signal. Mit diesem Signal verändern sich der synaptische Spalt und die Endknöpfchen der Nervenzellen.

Als Resultat wird der Körper beruhigt und der Konsument wird langsam schläfrig. Beiläufig können mit Prothipendyl Halluzinationen abgeschwächt werden. Erhältlich ist Dominal, nur als Schlaf- beziehungsweise Beruhigungsmittel. Es wird nicht gegen Psychosen eingesetzt, da die unterstützend helfende Wirkung zu gering ist.

In welchen Anwendungsgebieten wird das Mittel eingesetzt?

Bei Dominal handelt es sich um eine Beruhigungs- und Schlafmittel. So findet es vorrangig Verwendung bei Einschlafstörungen, Unruhen und Erregungszuständen. Häufig sind diese Problematiken auf körperliche Stresssymptome zurückzuführen. So zeigen Nutzen häufig eine Tendenz zu starken Herzklopfen oder plötzlichen nächtlichem Schweißausbrüchen.

Anwendung und Einnahme Dominal

Die Tabletten sind dem Bedarf passend einnehmbar. Dafür müssen aber einige Richtlinien beachtet werden, um das gewünschte Ziel nicht zu verfehlen oder zu übersteigen. Natürlich müssen dafür die Anweisungen des Arztes genauestens befolgt werden. Stellen sich dabei immer noch Unsicherheiten oder Unklarheiten auf, so sollte das mit dem Arzt ebenfalls besprochen werden (vor der Einnahme – versteht sich!).

Soll die Dominal Wirkung zu einem besseren Schlaf verhelfen, so gilt es eine halbe oder sogar eine ganze Tablette zu nehmen. Sie trägt zur allgemeinen Beruhigung bei und verschafft eine Art „Ruhigstellung“.

Auch am Tag verteilt kann auf die Beruhigung zurückgegriffen werden. Über den Tag kann drei bis viermal täglich eine halbe, bzw. eine ganze Tablette, eingenommen werden. Dabei sollte eine Tagesdosis von 320 mg nicht überschritten werden!

Die Einnahme der Tablette ist dabei variierbar. Einfaches Schlucken genügt bereits. Zur Vereinfachung der Aufnahme ist es ebenfalls möglich, die Tablette zur Zerteilen (maximal in zwei Hälften wenn möglich), und/oder mit einem Glas Wasser. Einzige Bedingung die gestellt ist: Der Einnahme ist möglichst direkt nach dem Essen nachzugehen.

Stellt sich die Dominal Wirkung als zu Schwach heraus, oder bleibt diese sogar aus, ist umgehend ein Gespräch zu suchen. Kontaktieren Sie dafür den Apotheker oder den behandelnden Arzt. Bedenken Sie bitte, dass die Tagesdosis von 320 mg nicht zu überschreiten ist! Eine Erhöhung der Dosis kann gravierende Nebenwirkungen hervorrufen.

Wann darf das Mittel nicht eingesetzt werden?

Einige Beschränkungen gibt es, unter denen eine Einnahme von Dominal untersagt ist. Angefangen bei einer Allergie oder eine Überempfindlichkeit gegenüber dem enthaltenen Wirkstoff, oder der restlichen Bestandteile des Medikaments.

Auch bei einer Vergiftung mit Schlafmitteln, Schmerzmitteln, anderen Psychopharmaka oder Genussmitteln wie Alkohol. Die Einnahme verstärkt die Wirkung der aufgezählten Mittel. Somit kommt es schnell zur Erscheinungen einer Überdosis.

Dürfen schwangere und stillenden Frauen es einnehmen?

Nein, es darf während diesen Zeiten nicht eingenommen werden. Nehmen Sie KEIN Dominal während einer Schwangerschaft oder Stillzeit ein. Besteht der Wunsch einer Schwangerschaft, der Wunsch nach Kindern so ist ein Gespräch mit dem Arzt aufzusuchen.

Besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft besteht eine sehr hohe Chance, dass das Kind bleibende Schäden von einer Dominal Einnahme davonträgt. Wurde doch das Mittel eingenommen müssen Sie sofort den Arzt verständigen. Das Baby könnte andernfalls an folgenden Erscheinungen leiden: Atemprobleme, Schwierigkeiten beim Trinken, Steifheit oder Verkrampfungen, Muskelschwäche, Schläfrigkeit, Zittern und Ruhelosigkeit.

Erfolgte eine Einnahme des Medikaments während der Schwangerschaft und es wurden Gegenmaßnahmen eingeleitet, dennoch leidet das geborene Kind an den genannten Folgeerscheinungen, alarmieren Sie umgehend den Arzt. In einigen Fällen können schwerere Folgen verhindert werden.

Auch während der Stillzeit ist auf das Medikament zu verzichten! Das Kind kann mit der Aufnahme des Wirkstoffes, ähnliche Schäden bekommen.

Welche Dominal Nebenwirkungen gibt es?

Dominal Nebenwirkungen sind besonders zu Behandlungsbeginn bekannt. Dabei handelt es sich um relativ typische Symptome eines jeglichen Medikaments, auf das sich der Körper gewöhnen kann. So kann es bei der Einnahme von Prothipendyl zu stärkeren Herzklopfen kommen. In etwas selteneren Fällen berichten Patienten sogar von Herzrasen.

Im gänzlichen Kontrast dazu, stehen die unerwünschten Nebenwirkungen wie Blutdruckabfall oder ein lageabhängiger Schwindel. Besonders beim gemütlichen Lümmeln auf der Couch, oder beim Liegen im Bett sind diese Dominal Nebenwirkungen scheinbar am präsentesten. Ergeht es Ihnen nach der Einnahme von Dominal ähnlich, oder genauso, dann kontaktieren Sie den behandelnden Arzt.

Es bieten sich zahlreiche Alternativen um den unschönen Begleiterscheinungen einer Nebenwirkung aus dem Weg zu gehen.

Nebenwirkungen in der Kurzfassung:

  • Nebenwirkungen häufig zu Beginn der Behandlung
  • Herzklopfen oder Herzrasen
  • Starker Blutdruckabfall, lageabhängiger Schwindel (vorrangig beim Liegen)

Dominal Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten:

Bevor Sie das Dominal Medikament verschrieben bekommen, und einnehmen, klären Sie zuvor mit dem Arzt, welche weiteren Medikamente und Tabletten Sie zurzeit gebrauchen. Dabei ist es unwichtig, ob es sich um freie oder rezeptpflichtige Medikamente handelt.

Die Dominal Wirkung kann beispielsweise, durch den Genuss von Alkohol oder, durch die Einnahme von weiteren Medikamenten weiter verstärkt werden. Symptome einer Überdosis sind hier die Folge; beispielsweise Organschädigungen und Dysfunktionen.

Auch die gleichzeitige Aufnahme von Mitteln, die den Herzschlag beeinflussen oder einen Mangel an Kalium im Blut auslösen, sollten nicht mit dem Wirkstoff von Dominal in Berührung kommen.

Auch Prothipendyl kann die Wirkung von anderen Medikamenten verstärken. Das gilt besonders im Fall von blutdrucksenkenden Wirkstoffen. Die Werte des Blutdrucks können dramatisch fallen und bilden eine Lebensgefahr für den Patienten.

Wie die Wirkung verstärkt wird, kann auch das genaue Gegenteil eintreten. Medikamente, welche zur Behandlung von Parkinson eingesetzt werden (L-Dopa), sind in ihrer Wirkung vermindert. In selteneren Fällen kann es sogar zu einem kompletten Verfall des Wirkstoffes kommen.

Sehr gefährlich ist die Mischung mit blutdrucksenkenden Mitteln, welche den Wirkstoff Reserpin enthalten. In bloßen Zustand ist es nur leicht toxisch und vom Körper abbaubar. Durch den Zusatz von Dominal wird die toxische Eigenschafte deutlich verstärkt. Der Körper kann starke Schäden davontragen.

Die Wirkung von gefäßerweiternden Wirkstoffen, wie Adrenalin oder Phenylephrin, wie es in Nasensprays vorkommt, kann aufgehoben werden. Dominal wirkt gefäßverengend, wodurch sich die Effekte aufheben, bzw. abschwächen.

Theoretische Wechselwirkungen

Bei diesen zwei Punkten ist es lediglich theoretisch möglich, dass es zu Folgeerscheinungen kommt. Angefangen bei Antipsychotika und Stimmungsaufheller. Wird Dominal zusammen mit Neuroleptika oder Lithium eingenommen, besteht die Chance auf Nervenschädigungen. Wie genau sich die Medikamente beeinflussen ist nicht genau bekannt.

Auch ist eine Dominal Wechselwirkung mit Bromocriptin möglich. Bromocriptin ist ein Mittel zum Abstillen und zur Problembehandlung von Beschwerden, welche durch einen erhöhten Prolaktinspiegel im Blut entstehen.

Warnhinweise

Auch bestimmte physische Merkmale bestimmen, ob Dominal verschrieben wird oder nicht. Leider so beispielsweise unter den folgenden Krankheiten, ist die Dominal Wirkung nahezu lebensbedrohlich:

  • Epilepsie
  • Gelbsucht
  • Herzschwäche
  • Leberfunktionsstörung
  • Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Parkinson-Krankheiten
  • Symptome von Parkinson aufgrund medikamentöser Behandlung des Nervensystems
  • Schwere Lungenfunktionsstörung
  • Tumor des Nebennierenmarks

Neigen Sie zu einem niedrigen Blutdruck, oder haben Sie bereits einen geringen Druck (also eine Hypotonie), dann ist die Einnahme von Dominal Tropfen, Tabletten etc. mit höchster Vorsicht zu genießen. Es ist verwendbar, jedoch setzt der behandelnde Arzt häufig eine geringere Dosis an.

Leiden Sie an einer Funktionsstörung der Lunge, wodurch es zu Atemnöten kommt, dann ist Dominal Benzo ein Tabu. In den meisten Fällen. Mit dem Einsatz des Medikaments, kommt es häufig zur Verschlechterung der Atmung mit einem nachfolgenden Sauerstoffmangel (Hirnschäden sind die Folge!). Der Arzt und der Patient müssen hier das Risiko und den Nutzen abwägen.

Medikamente trotz einer Krankheit

In manchen Fällen wird das Mittel dennoch verschrieben. Nur die nutzbare Menge ist viel niedriger angesetzt. Die Höchstgrenze liegt bei 320mg pro Tag. Je nach Krankheitsbild und Erscheinung reduziert sich der Wert dem Nutzen entsprechend. Unterliegt die Einnahme dem Nutzen, dann wird das Medikament meisten nicht empfohlen und verschrieben. Alternativen gibt es jedoch einige.

Kommt es doch zur Verschreibung müssen Sie mit regelmäßigen Untersuchungen rechnen. EKG, Blutabnahmen, und die Überprüfung von Kalium-Werten und Leberfunktionen sind primäre Augenmerke. Phenothiazine, zu denen auch das Wirkstoff von Dominal zählt, können unter falscher Anwendung ein lebensbedrohliches Krankheitsbild hervorrufen:

Bewusstseinsstörungen und Bewegungsstörungen, Fieber, oder Beschwerden aufgrund von Blutgerinseln.

Auch bei Symptomen von grünem Star, Harnverhalten, einer vergrößerten Prostata oder einer Magenverengung leiden, muss die Dosierung speziell angepasst werden. So trifft es auch Brustkrebs-Patienten und Brustkrebsrisiko-Patienten zu. Das Mittel erhöht die Menge an Prolaktin im Blut und muss deshalb in Maßen reguliert werden.

Quellen und Studien:

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