Hausmittel Hopfen als Schlafmittel

Hopfen ist neben Passionsblume und Melisse ein natürliches Hausmittel

Wer kennt noch Hopfen als Schlafmittel? In der heutigen Gesellschaft kämpfen immer mehr Menschen in der Nacht mit Schlafstörungen. Während einige am Abend nur schwer in den Schlaf finden und somit mit Einschlafproblemen zu kämpfen haben, leiden andere an Durchschlafbeschwerden. Männer, wie Frauen besitzen demnach fast schon regelmäßig ein Schlafdefizit und laut der Experten ist das weibliche Geschlecht hier öfter von diesem Problem betroffen, als das Männliche.

Viele Betroffene setzen inzwischen aber nicht mehr sofort auf synthetische Schlafmittel, sondern suchen sich Hilfe in der Natur. Schließlich gibt es zahlreiche Hausmittel, die sich bereits seit Jahrhunderten bewährt haben und auch Hopfen zählt zu diesen pflanzlichen, wie natürlichen Schlafmitteln.

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Was ist Hopfen?

Hopfen ist eine Pflanzengattung, die der Familie der Hanfgewächse angehört. Es gibt zahlreiche verschiedene Arten. Am bekanntesten ist der Echte Hopfen, denn dieser kommt auch beim Brauen von Bier zum Einsatz. Gleichzeitig ist dieser Hopfen berühmt dafür, dass er als Heilpflanze gegen verschiedene gesundheitliche Beschwerden verwendet werden kann. Hier unterscheidet man allerdings zwischen weiblichen und männlichen Exemplaren, denn nur unbefruchtete Ähren der weiblichen Hopfenpflanze eignen sich als Heilmittel bzw. zum Brauen von Bier.

Beheimatet ist der Hopfen auf dem europäischen Kontinent. So weist die Blätterform eine Ähnlichkeit zu Weinblättern auf. Von Juli bis August blüht diese Pflanze. Während die männlichen Blüten in Trauben gedeihen, erreichen die weiblichen Exemplare mehr Größe. Aus diesen gehen dann Ähren hervor, die auch als Dolden oder Zapfen bezeichnet werden.

Video: Hopfen gegen Unruhe, Angst und Schlafprobleme

Welche Inhaltsstoffe besitzt Hopfen?

Vor allem die Hopfen-Bitterstoffe gelten hier als wirkungsvolle Substanzen. Die Hauptwirkstoffe werden in diesem Fall von Lupulon, wie Humulon gebildet. Außerdem finden sich hier weitere Substanzen, wie Gerbsäure, Harze, Flavonoide, Beta-Myrcen, Caryophyllen, Humulen und ätherische Öle. Wegen dieser vielen wertvollen Inhaltsstoffe verfügt Hopfen über zahlreiche positive Eigenschaften, die der Gesundheit des Menschen zu Gute kommen können.

Lesen Sie auch: Schlafstörungen in den Wechseljahren

Welche Wirkungskräfte bringt Hopfen mit?

Hopfen wirkt somit antibakteriell, krampflösend und appetitanregend. In therapeutischer Hinsicht lässt sich diese Pflanze vor allem hervorragend zur Beruhigung einsetzen, so dass Hopfen in der Lage ist als natürliches Schlafmittel zu wirken. Die beruhigenden Effekte beschert hier die Substanz namens 2-Methyl-3-buten-2-ol.

Dieser Stoff ist allerdings nicht von Beginn an im Hopfen vertreten, denn diese Substanz bildet sich erst im menschlichen Körper bzw. bei der Lagerung von Hopfen. Aus den Verbindungen Lupolon und Humulon wird 2-Methyl-3-buten-2-ol gebildet. So bringen diese beiden Stoffe eine antibakterielle Wirkungskraft mit, weshalb Hopfen gerne als konservierendes Mittel verwendet wird.

Video: Hopfen als Schlafmittel

Was bedeutet Hopfen für die Gesundheit?

Bereits seit Jahrhunderten kommt der Hopfen zur Entspannung, sowie zur Beruhigung zum Einsatz. So hilft dieses pflanzliche Hausmittel bei innerer Unruhe, Angstzuständen und bei Einschlaf-, wie Durchschlafstörungen. Im Vergleich zu Baldrian tritt die Wirkung von Hopfen zwar verzögert ein, allerdings halten die Wirkungsweisen auch länger an.

Aus diesem Grund, kommen Hopfenzapfen meist auch nicht allein in diversen pflanzlichen Präparaten vor, sondern werden gerne mit Baldrian kombiniert. Bei leichten bis mittelschweren Schlafproblemen finden sich oftmals auch neben Baldrian und Hopfen zusätzlich Pflanzen, wie Melisse oder Passionsblume in den schlaffördernden Hausmitteln. Mit Hilfe von Kombinationspartnern lässt sich meist eine noch bessere Wirkung erzielen und dies meist ganz ohne unliebsamen Nebenwirkungen.

Wie werden Hopfen eingenommen?

Häufig werden Hopfen in Form von Tee oder Tinkturen gegen Schlafprobleme eingesetzt. Zum Zubereiten eines Hopfen-Tees übergießt der Anwender einfach einen Teelöffel Hopfenzapfen mit heißem, abgekochtem Wasser. Zwischen fünf und zehn Minuten gilt es dann den Tee ziehen zu lassen. Nach dem Abseihen, kann dieser dann in kleinen Schlucken getrunken werden. Wer den leicht bitteren Geschmack nicht so gerne mag, kann den Tee natürlich süßen oder aber auf Teemischungen setzen, die noch weitere beruhigende, wie entspannende Substanzen enthalten.

In Apotheken, wie Drogeriemärkten gibt es häufig auch andere Darreichungsformen. Viele Schlafgestörte verwenden Hopfen als Schlafmittel hier lieber Dragees oder aber Tabletten um mit Hilfe von Hopfen ihren Schlaf zu fördern. Des Weiteren lässt sich Hopfen ebenfalls als Aromatherapie einsetzen oder aber als Badezusatz verwenden.

Teemischungen, Dragees, sowie andere Formen, die Hopfen enthalten, gilt es am besten am Abend vor dem Schlafgehen zu sich zu nehmen. Anwender können natürlich auch ein heißes Entspannungsbad und einen heißen Tee mit Hopfen kombinieren. Wissenswert ist außerdem, dass solche Hausmittel in der Regel ihre Zeit brauchen, um ihre volle Wirkungskraft entfalten zu können. Akute Schlafstörungen lassen sich somit nicht sofort beheben, denn meist dauert es zwischen zwei bis vier Wochen bis Hopfen eine verbesserte Nachtruhe beschert.

Hopfen ist immer ein Versuch wert

Bei Einschlaf- und Durchschlafstörungen greifen viele Betroffene allzu schnell zu synthetischen Schlafmitteln. Vor allem die verschreibungspflichtigen Präparate bergen aber Gefahren, denn viele dieser Mittel können abhängig machen, beeinflussen stark die einzelnen Schlafphasen und rufen häufig Neben-, wie Wechselwirkungen hervor.

Lesetipp: Schlafstörungen selbst behandeln

Wer lediglich mit leichten bis mittelschweren Schlafstörungen zu kämpfen hat, tut gut daran, es erst einmal mit Hausmitteln wie Hopfen als Schlafmittel zu versuchen. Hopfen oder auch Hopfen mit anderen beruhigenden Pflanzenstoffen können ebenso wirkungsvoll gegen Schlafprobleme vorgehen und bringen dennoch kaum negative Eigenschaften mit. Wichtig ist hier nur, dass Schlafgestörte den pflanzlichen Einschlafhilfen Zeit geben, um zu wirken.

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Autor: Robert Milan

Der Autor - Seit 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Lebensweise. Wenn er nicht mit seinem Wohnmobil unterwegs ist zählen Fotografieren und Fitnesstraining zu seinen Hobby's.

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