Schlafhilfe – Was hilft bei Schlafproblemen und fördert das Einschlafen

Was fördert das Ein-, wie Durchschlafen wirklich?

Was ist eigentlich die effektivste Schlafhilfe? Warme Milch mit Honig am Abend, Schäfchen zählen, Schlafmasken und ähnliche Tipps finden sich zu Hauf im Internet und sollen sowohl das Einschlafen, als auch das Durchschlafen erleichtern. Nicht jeder gutgemeinte Tipp funktioniert allerdings und so wälzen sich immer noch viele Schlafgestörte am Abend in ihrem Bett herum, weil sie einfach keinen Schlaf finden.

Ungefähr ein Drittel seines Lebens verschläft der Mensch. Sowohl für den Körper, als auch für den Geist und die Seele ist dies eine unersetzliche Erholungsphase. Sind wir ausgeschlafen, sind wir leistungsfähig. Umgekehrt kann ein Schlafdefizit, welches auf Dauer eintritt, zu psychischen, sozialen und gesundheitlichen Problemen führen. Aus diesem Grund ist es wichtig einen gesunden Schlaf bewusst zu pflegen.

Nachtmensch oder doch Frühaufsteher

Pauschale Aussagen, wie „ der Mensch benötigt in der Nacht rund neun Stunden Schlaf“ sind genauso wenig aussagekräftig, wie dass „der Schlaf vor Mitternacht am gesündesten ist“. Jeder Mensch besitzt eine andere ideale Schlafdauer, denn unser persönlicher Biorhythmus macht uns zu Frühaufstehern, Langschläfern bzw. zu Tag- oder Nachtmenschen.

So gibt es Menschen, die einfach weniger Schlaf brauchen, als andere. Das bestmögliche Maß an Schlaf ist stets ausgeschöpft, wenn wir am Tage konzentriert unseren Tätigkeiten können, ohne plötzlich mit Müdigkeit oder Schläfrigkeit zu kämpfen zu haben.

Gewiss spielt aber auch das Alter für die bestmögliche Dauer des Schlafs eine wichtige Rolle. Während Neugeborene im Schnitt ungefähr 16 Stunden am Tag schlafen und Erwachsene etwa acht Stunden ihre Nachtruhe genießen, nimmt die Schlafdauer im Alter meist wieder ab, so dass ältere Personen circa nur noch sechs Stunden pro Nacht schlafen.

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Wenn der Schlaf ungesund wird

Jeder vierte Deutsche leidet an Schlafproblemen. Nicht immer handelt es sich hier um ältere Menschen, denn auch Jüngere kämpfen inzwischen öfter mit Ein-, wie Durchschlafstörungen. Jugendliche und Erwachsene leiden oftmals an diesem Problem, da sie sich mit Dauerstress, Druck am Arbeitsplatz, sowie mit einer unzureichenden Konfliktverarbeitung im Privatleben auseinander setzen müssen.

Außerdem spiegelt sich ebenso unser Lebensstil im Schlaf wieder. Kommt es zu einer ausreichenden Bewegung, einer gesunden Nahrungsaufnahme und zu einem ausgewogenen Verhältnis von Freizeit und Arbeit wirken sich diese Dinge positiv auf das Schlafverhalten aus. Umgekehrt kann dies aber ebenfalls den Schlaf beeinträchtigen.

Die Schlafqualität kann natürlich auch durch äußerliche Faktoren, wie Licht, Lärm oder einem unzureichenden Schlafkomfort negativ beeinflusst werden. Oftmals sind es verschiedene Faktoren, die zusammen in Kraft treten, die dann die Nachtruhe stören.

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Ist es nur eine Phase oder leiden Sie tatsächlich an Schlafstörungen?

Wer nur gelegentlich schlechte Nächte für sich verbucht, muss sich im Grunde keine Sorgen machen. Unser Alltag verläuft nun einmal nicht immer in entspannten Bahnen, so dass es völlig normal ist, dass wir ab und zu schlechter schlafen, als sonst. So lange man sich tagsüber weiterhin ausgeruht und leistungsfähig fühlt, muss man sich demnach keine Gedanken machen. Kommt es zu kurzzeitigen Schlafstörungen, verschwinden diese meist genauso schnell wieder, wie sie aufgetreten sind.

Kommt es hingegen über Monate oder sogar Jahre gleich mehrmals in der Woche zu einem schlechten Schlaf und folglich leiden die Betroffenen am Tage an Müdigkeit, Erschöpfungszuständen, Konzentrationsproblemen, sowie an Leistungsabfall handelt es sich hier tatsächlich um Schlafstörungen, die behandelt werden sollten.

Wege zu einem gesunden Schlaf mit Schlafhilfen

In der heutigen Zeit werden Körper und Geist einiges abverlangt. Es gilt aktiv, flexibel und mobil im beruflichen, wie im privaten Bereich zu sein. Nicht selten kommen somit Erholung und ausreichend Schlaf viel zu kurz, so dass es wichtig ist, bewusst auf die Signale des Körpers zu hören und für entsprechende Ruhephasen zu sorgen.

Auch, wenn lediglich leichte Schlafprobleme vorliegen, gilt es passende Maßnahmen zu ergreifen, um diese aus der Welt zu schaffen. Funktioniert die eine Methode nicht, kann wiederum eine andere das Schlafproblem lösen, denn es gibt zahlreiche Schlafhilfen, die solche Störungen lindern können.

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Schlafhilfen für einen besseren Schlaf

Die Anwendung, sowie Einhaltung einiger Regeln kann den meisten Menschen bereits eine bessere und erholsamere Nachtruhe bescheren. Folgende Schlafhilfen können auch Ihren Schlaf verbessern:

  • Pflegen Sie Ihren persönlichen Biorhythmus

Gehen Sie stets zur gleichen Uhrzeit ins Bett und stehen Sie am besten auch zur gleichen Uhrzeit auf. Des Weiteren gilt es erst das Schlafgemach aufzusuchen, wenn Sie auch tatsächlich müde sind. Wer am Tage gerne ein Mittagschläfchen hält, sollte dieses stets nur kurz genießen. Am besten ist es nicht länger als 30 Minuten tagsüber zu schlafen und demnach ein „Powernapping“ vorzunehmen, welches am Vormittag zum Einsatz kommt.

  • Bei Schlaflosigkeit besser aufstehen

Wer am Abend nicht einschlafen kann oder mitten in der Nacht erwacht und nicht wieder in den Schlaf findet, sollte aufstehen und sich ablenken. Erst, wenn die Müdigkeit einen überfällt, gilt es sich wieder ins Bett zu legen. Vermeiden Sie es außerdem auf die Uhr zu sehen.

  • Sorgen Sie für eine angenehme Schlafumgebung

Das Schlafgemach sollte einer Wohlfühlinsel gleichen und stets kühl, wie frisch gelüftet sein. Nutzen Sie diesen Raum nicht zum Arbeiten und verzichten Sie auf das Lesen, wie Essen im Bett.

  • Hausmittel für einen besseren Schlaf

Genießen Sie vor dem Schlafgehen ein Glas heiße Milch mit Honig oder einen schmackhaften Kräutertee. Vor allem Teemischungen, die Hopfen, Melisse, Baldrian und Passionsblume beinhalten, wirken schlaffördernd und beruhigend. Ebenfalls hilfreich kann es sein, ein paar Tropfen Lavendelöl auf das Kopfkissen zu träufeln, denn auch diese Pflanze beschert angenehme Träume.

  • Die richtige Ernährung als Schlafhilfe

Ein leerer Magen fördert das Einschlafen genauso wenig, wie ein vollgestopfter Bauch. Demnach gilt es vor dem Schlafgehen keine fettigen, scharfen, wie schwerverdauliche Nahrungsmittel mehr zu sich zu nehmen, sondern eher auf eine leichte Kost zu setzen. Auch auf Alkohol, sowie koffeinhaltige Getränke gilt es vier bis sechs Stunden vor der Schlafenszeit zu meiden. Raucher sollten außerdem kurz bevor Sie ins Bett gehen auf die Zigarette verzichten.

  • Der vorangegangene Tag bestimmt die kommende Nacht

Tagsüber gilt es in den Genuss von ausreichend Tageslicht zu kommen. Sport, Bewegung, Ruhe- und Entspannungsphasen helfen beim Stressabbau und sorgen für den entsprechenden Ausgleich. Probleme, sowie Sorgen gilt es niemals mit ins Bett zu nehmen und sollten somit komplett aus dem Schlafzimmer verbannt werden. Bei psychischer Belastung kann ein Autogenes Training oder auch die Meditation helfen sich zu entspannen.

  • Gönnen Sie sich in regelmäßigen Abständen eine Auszeit

Sowohl der Körper, als auch die Seele benötigen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Stress-, wie Ruhephasen. Wer sich regelmäßig eine Auszeit gönnt, kann dauerhaft gesund uns glücklich sein Leben genießen. Ein regelmäßiger Wellnesstag kann demnach viel Gutes tun und den Schlaf dauerhaft verbessern.

  • Die Schlafbrille bzw. Schlafmaske als Schlafhilfe

Wer sein Schlafzimmer nicht richtig abdunkeln kann, sollte es einmal mit dem Tragen einer Schlafbrille bzw. Schlafmaske versuchen. Diese fördert nicht nur das Ein-, wie Durchschlafen, sondern sorgt gleichzeitig für ein frisches Aussehen am Morgen.

Schlafhilfe – Was hilft bei Schlafproblemen und fördert das Einschlafen
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Robert Milan

Der Autor - Seit 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Lebensweise. Wenn er nicht mit seinem Wohnmobil unterwegs ist zählen Fotografieren und Fitnesstraining zu seinen Hobby's.

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